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Jeschurun · 1865-02-01 · Heft 5 (Februar 1865) · p. 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1864-1865)
Issue
Heft 5 (Februar 1865)
Article
Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
Date
1865-02-01
Page
150 (sequence 10)
Language
German
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150 Beiträge zum Verständniß der etwa: unklar und ungeschteden, verworren. חהו ובהו wäre somit der vollendete Gegensatz dessen, was ארץ als jetzigen Charakter der Erde auSdrückt. Die jetzt in solcher Entschiedenheit an Gestalt und Wesen gesonderte Individuen erzeugende Erde, «ar einst eine unklare und verworrene Masse. תהום ,וחשך על פני תהום, rad. המם (die Vorstufe von המם, glü- Heu) brausen, wogen, heißt nicht Abgrund, sondern das Brausen und Wogen des Meeres, das Gewoge. Die Erde, die, wie aus dem Verfolg des Verses ersichtlich, in diesem ungeschiedenen ומהו m3־wftont>e auch das Wasser, Festes und Flüssiges mit umfasste, war Eine durcheinander wogende Masse, und Finsterniß lag auf dem Gewoge, es war kein Licht da, das die Masse durchdrang und die einzelnen in dieser Masse schlummernden Keime zur gesonderten Entfaltung hervorlockte, und 'רוח אלקי, und der Gottesodem, der jetzt in den irdtschen Stoffen webt und Leben erzeugt, מרחפת על פני המים, war nur über den Wassern schwebend —:da sprach Gott: ׳היאור, eS werde Licht! ויהי אור und es ward Licht— (Die Etymologie von רוה, und מים, sowie von היה, siehe Jeschurun Zhrg. vni). 3.אור — verwandt mit עור, -wach werden, für äußere Eindrücke empfänglich werden oder sein, (daher auch Haut, das allgemeine Organ der Empfindung), einigemal auch wach machen, wecken, — ist das weckende Element, das alle Kräfte zur Entfaltung wachruft. (Mit אור ist auch vielleicht הור das in vollen Lichte erscheinende, Weiße und Freie verwandt, und auch הור, die Lichtung, daS Lichte, die Oeffnung in einem übrigens Geschloffenen.) Dem אור steht השך gegenüber, das durch seine Verwandtschaft mit הזק ,עשר! ,חשך, da- Entzogensein, somit den Zustand bezeichnet, in welchem die Wesen nicht dem weckenden Einflüsse des Lichtes blosgcstellt sind. 4.וירא א' את האור פ׳ מום und so bei den folgenden Schöpsungen וירא א' פ׳ מום und am Schluffe des Schöpsungswerkes 'וירא א את כל אשר עשה והנה טופ מאור, alle diese den einzelnen Schöpfungen und dem Abschluß des ganzen Schöpfungswerkes nachfolgenden Sätze sollen, wenn wir sie recht verstehen, die große Wahrheit niederlegen: daß nicht nur das Werden der Dinge, sondern auch daS Bestehen und die Forterhaltung derselben unmittelbar von dem freien göttlichen Willen und seinem Wohlgefallen bedingt ist. Einem menschltchen Schöpfer entzieht sich meist das Werk nachdem es durch seine

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