Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1865)
- Article
- Beiträge zum Verständnis der ersten Blätter des Pentateuch
- Date
- 1865-02-01
- Page
- 143 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ersten Blätter des Pentateuch.!43 ihres Schöpfers, der sie anders hätte erschaffen können, wenn dieses Andere seinem Willen entsprechender gewesen wäre. Der בראשית von. Gott erschaffene Mensch hat mit allen seinen sittlichen Mängeln die Fähigkeit, in höchster sittlicher Vollkommenheit dem ihm von seinem Schöpfer vorgestellten sittlichen Ideale zu entsprechen, die Mögltchkeit seines Fehlens selbst gehört mit zu seiner sittlichen Vollendüng, sie ist ja die Grundbedingung seiner sittlichen Freiheit, und beide, Welt und Mensch, werden das höchste Ziel des Guten erreichen, für welches sie beide erschaffen; denn der Gott, der ihnen die» seS Ziel gesteckt, hat sie beide für dieses Ziel mit seinem allmächttgen, durch Nichts gehinderten, freien Willen geschaffen. Er hätte sie anders geschaffen, wenn dies dem von Ihm frei gesetzten Ziele förderlicher gewesen wäre. Eine Wahrheit, die wir unS immer wieder aufs neue im ריש;? in's Bewußtsein rufen, in welchem wir die Ueberzeugung aussprechen, daß sein großer Name sicherlich die׳ von Ihm gewünschte Anerkennung und Heiligung in einer Welt gewinnen werde, די ברא כרעותיה, die Er ja ganz nach seinem Willen für die« ses Ziel geschaffen. Zn diesem Sinne gewinnen auch die Sätze unserer מסח ישראל ,בזכות משה ,בזכות חלה מעשר ובכורים נברא עולם : ח׳ז׳ל die alle ראשית genannt werden, oder der Satz ה׳ב׳ה היה מביס בתורה ובורא העולם ihre tiefe Begründung. Wenn Israel und Moscheh als ganz neue Anfänge einer ganz neuen Phase der GeschichtSentwikkelung erscheinen und daher ראשית genannt werden, oder diesen Namen als erste Verwirklichung des mit der Menschenschöpfung vorgesetzten Ideals, gleichsam als Erstlinge der Gotteserndte verdienen; wenn הלה מעשר ובכורים nichts als die Ausdrücke sind für die huldigende Zurückgabe der Welt an Gott, deren Spender; wenn vor Allem das Gesetz der erste Baustein für den mit der Schöpfung und aus derselben zu erreichenden Gotteszweck ist und darum ראשית genannt wird: so waren alle diese, wenn gleich spät sich entwickelnden Ziele schon mit dem Beginn der Welt gesichert, eben weil diese בראשית geschaffen ist, ganz aus Gottes Händen hervorgegangen, somit von vorn herein für diese höchsten Ziele gebildet worden. Gott, heißt es, schaute in die תורה und schuf danach die Welt. Wir erkennen somit in diesem בראשית den Eckstein unseres Gott- und Welt- und Menschen-Bewußtseins und begreifen, wie, als dieses Bewußtsein geschwunden war und wieder neu aufgertchtet werden sollte, 10»