Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1865)
- Article
- R. David Nieto's Begründung der Tradition
- Date
- 1865-01-01
- Page
- 109 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Uebersetzt und durch Anmerkungen erläutert von vr Gugenheimer. 109 kommen" entfernt. Durch das Verbot ״du sollst dich nicht vcrschwagern" u. f w. ist also die Verbindung mit allen nichtjüdischen Frauen untersagt. Hiedurch ist bewiesen, daß auch in Bezug auf das deutlich in der Thora Ausgesprochene die Tradition nothwendig ist. K. Man konnte aber immerhin noch einwenden, daß sie zu einer Zeit die männlichen und zu einer anderen die weiblichen Abkömmlinge jener Nationen ausschieden, und daß das Ammon und Moab betreffende Verbot sich auf beide Geschlechter beziehe. CH. Wenn es so wäre, wie hätte dann BoaS Ruth heirathen können? Dieselbe ist allerdings zum Judenthume übergetreten; durch diesen Uebcrtritt hätte aber, wenn das Ammon und Moab betrefsende Verbot sich auch auf das weibliche Geschlecht bezöge, die Verbindung mit ihr nicht erlaubt werden können, da es in jenem Verbote heißt: ״auf ewig". Wie hätte ferner Rechabcam, der ein Sohn der vom ammonitischen Volke stammenden Naama war, König sein können, da ja der Grundsatz feststeht, daß ein aus der Verbindung eines Juden mit einer Sklavin oder Nichtisraelitin geborenes Kind gesetzlich nicht als das Kind seines Vaters anerkannt wird, sondern als der mütterlichen Abstammung angehörcnd zu betrachten ist;*) diesem Grundsätze gemäß hätte Rechabcam nicht als der Sohn Schelomo's anerkannt werden können. K. Der Beweis, den du von Ruth brachtest, ist unwiderleglich; es befremdet mich aber, daß du (hinsichtlich RechabeamS) dich auf einen von unseren Weisen tradirten Satz gestützt, bevor du die Wahrheit ihrer Uebcrlteferung nachgewicsen, da du doch die Absicht auSgesprochen, deine Argumentation nur durch das begründen zu wollen, was auch vom Standpunkte der Traditionslengner zugegeben wird. CH. Ich bin bereit, den Beweis für jenen Satz zu liefern: Nachdem Esra mit seiner Begleitung von Babylon nach Jerusalem gezogen, wurde ihm berichtet, (Esra 9, 2) ״daß der heilige Stamm ״sich'mischte mit den Völkern der Länder." Dies schmerzte ihn in hohem Grade, er weinte und fastete; (Esra 10, 2) ״da begann ,,Schechanja Sobn Jechiels und sprach zu Esra: Wir sind untreu *) Misch na Kidduschm III. 12.