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Jeschurun · 1864-12-01 · Heft 3 (Dezember 1864) · p. 72

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1864-1865)
Issue
Heft 3 (Dezember 1864)
Article
Das jüdische Weib
Date
1864-12-01
Page
72 (sequence 5)
Language
German
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in den Überlieferungen des Talmuds.?3 Joschaphat, König von Juda, vom Glanze des Hauses Achabs, Königö von Israel, geblendet, verschwägerte sich mit ihm. Was erwuchs daraus? Athalia, die Mutter seines Enkels, tödtete nach dessen Tode seine Kinter um sich dfe Herrschaft zu sichern. — Wer aber in reiner, gottgefälliger Absicht eine Frau nimmt, dem entstammen Kinder, die Israels Heil sind Rettung bewirken. So Amram, der durch Jochebed Vater Moschehs und Aarons ward. So auch der von Boas und Ruth erzeugte Obed, dem David und Salomo entstammten (Thona de Be Elia) (Kiduschin 70). — Opfere doch jeder Alles auf um die Tochter eines Talmid Chacham zu heirathen; stirbt er oder muß sein Haus verlassen, so weiß er doch, daß auch unter Obhut seines Weibes seine Kinder Talmide Chachamim werden. Hcirathe aber nicht die Tochter eines Ame Haarez, denn stirbt er oder muß sein Haus verlassen — werden seine Kinder auch Ame Haarez. (Peßachim 49.) Die zarteste Rücksicht und die lieb- und achtungsvollste Behändlung erwartet das Wort der Weifen von dem Manne für die Frau. ״Mutter alles Lebendigen" nannte der erste Mann sein Weib, darum soll sie selbst auch beim Manne Leben und nicht Kummer sinden. (Kithuboth 61.) Immer sei Jeder auf seiner Hut vor einer Kränkung seiner Frau. Ihre Thräne ist immer vorhanden, darum ist sie um so leichter zu kränken. Achte Jeder auf die Ehre seiner Frau, denn nur um der Frau willen kommt Segen in's Haus! (Baba Mezia 59). Ehret eure Frauen, Psiegtc Rawa zu seinen Stadtleuten zn sagen, so werdet ihr reich werden (das.) So lange der Mann unverheirathct ist, ist seine ganze Liebe den Eltern zugewendet, hat er geheirathct, so wendet sich seine Liebe seinem Weibe zu Das ist auch der Sinn des Spruches, darum verläßt der Mann seinen Vater und seine Mutter u. s. w. Gewiß nicht, daß er aufhöre seine Eltern zu ehren, sondern die Liebe seiner Seele hängt nach seinem Weibe (Pirke de R. E.)> — Als Jakob der Rahe! im Zorne antwortete (1 B. M. 30, 2) sprach Gott zu ihm: Ist dasdie Weise wie man mit den Frauen spricht, den Nährerinnen der Kinder?! Wahrlich, einst werden deine Söhne beschämt vor ihrem stehen (B. R. 71). — Wer feine Frau dazu bringt, daß sie ihn beleidigt, weil er ihr Schmuck und Putz versagt, der verarmt (Sabbath 62 b.). Auch wenn der Mann seinem Weibe etwas verweigern

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