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Jeschurun · 1864-12-01 · Heft 3 (Dezember 1864) · p. 70

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Journal
Jeschurun
Volume
11 (1864-1865)
Issue
Heft 3 (Dezember 1864)
Article
Das jüdische Weib
Date
1864-12-01
Page
70 (sequence 3)
Language
German
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in den Überlieferungen des Talmuds. 71 (ברכוח נשואין). Aus seinem eigenen heiligen Namen (׳ und n, die auf איש und אשק vertheilt sind) hat Gott das Band zwischen Mann und Weib gewoben. Wandeln sie in seine» Wegen und hüten seine Gebote, so waltet sein Name zwischen ihnen und rettet sie aus allen Nöthen, wenn aber nicht, so nimmt er seinen Namen fort, י und ךק schwindet, und sie werden beide אש, Feuer und ein Feuer verzehrt das andere (Pirke de R. Elieser). — Und was ist das Weib dem Manne! Wer ohne Weib lebt, ist ohne Freude, ohne Segen, ohne Glück, — ist ohne Thora, ohne Mauer, ohne Frieden; wer ohne Weib ist, ist kein Mensch! (Jebamoth 62. 63). Wer ohne Weib ist, ist ohne Hilfe, ohne Sühne, ohne Leben (!'!2 ב׳ר). Alles von dem Weibe, auch die Frömmigkeit und der sittliche Charakter des Mannes. Ein braver, frommer Mann hatte eine brave, fromme Frau. Sie waren aber kinderlos und sprachen, so sind wir doch Gott zu Nichts nütze. Sie trennten sich. Er heirathete׳ eine gottlose Frau, die machte auch ihn zum gottlosen Mann. Sie heirathete eine» gottlosen Mann und machte ihn brav und fromm. So hangt Alles am Weibe. (Das.) Selbst Abrahams und Zsaaks Hans wurden das gottnahc, menschenbcglückende Haus nur durch Sara und Rebekka. So lange Sara lebte, war die Wolke der Gottcsgegenwart und der Gottcsgnade über dem Zelte, war Segen im Brode, waren die Thüren weit der Gastfreiheit geöffnet, leuchtete das heitere Sabbathlicht die ganze Woche hindurch von Sabbath-Abcnd zu Sabbath-Abcnd. Mit Sara's Tode schwand die Wolke und der Segen, die Gastfreiheit und das Licht und kehrte erst wieder als Rebekka a» Sara's Stelle trat. (Das. 47.) Darum ist auch ein wackeres Weib die Krone des ManneS, selbst Abraham ward durch Sara verherrlicht, nicht aber Sara durch Abraham (das. 47). Der sittliche Charakter der Kinder ist vor Allem durch den heiligen, keuschen, reinen, Sinn der Mutter bedingt (Jclamdenn Nasso) und wenn gleich die Frauen für den Anbau der jüdischen Wissenschaft nicht direkt berufen sind, so theilen sie doch auch hier mit den Männern das hohe Verdienst, indem sie den Sinn für die Wissenschaft bei ihren Kindern und bei ihren Männern wecken und pflegen, die Kinder zum Lernen anhalten, die Männer zum Besuche der Lehrhäuser ermuntern und ihrer Heimkehr aus dem Lehrhause freundlich und heiter warten, ja, der Pflege jüdischer Wissenschaft,

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