Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 2 (November 1864)
- Article
- Höchstwichtiger Aufruf an alle meine Glaubensgenossen
- Date
- 1864-11-01
- Page
- 59 (sequence 4)
- Language
- German
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Höchstwichtiger Aufruf an alte meine Glaubensgenossen. 59 ad. III. Es entgeht mir und meinen Freunden durchaus nicht, daß die zu diese mllnternehmen erforderlichen Mittel so überaus groß sein müssen, so sehr die hartnäckigste Zähigkeit ganz unbestimmter Zeiten beanspruchen, so sehr die Hand ausstrecken nach den Hunderten aus den Palästen der Reichen wie nach dem Groschen aus der Hütte des Armen, daß alle Gesammtuntcrnehmungen unserer Glaubensgenossen, so rührend großartige Resultate diese auch schon erreicht haben, nicht entfernt mit diesem Riesenplan den Vergleich aushalten können; und die Schwierigkeiten, die sich noch in dieser Beziehung himmelan thürmen, scheinen wirklich derart, daß sie auch den Muthigsten ntederschmettern konnten. Jndeß es handelt sich um die Errettung von Zweimalhunderttausenden von der gänzlichen Verdumpfung und dem Aufgehen in heidnisches Götzenthum einerseits, und den wenigstens intellektuellen Schutz gegen die unermüdliche Thättgkeit der christlichen englischen Missionäre andererseits. Und wenn כל המקים נפש אחת מישראל כאלו קיים כל העולם מלו, wie erst bei zweimalhundertfünfzigtausend Seel״n. Die über jeden Ausdruck erhabene Tragweite des Zweckes stählt mit Muth und Hoffnung, die wesentlich durch das Bewußtsein vergrößert wird, daß über diese heilige Pflicht wohl alle unsere Glaubensgcnossen ohne Unterschied der religiösen Farbe ungetheilt einig sein werden. Und wenn auch der Bedarf noch so groß, es wird sehr leicht sein, wenn sich Groß und Klein, Reich und Arm, Gemeinde und Private frcudigst anschließen, dieses Riesenwerk zu Ende zu führen; und sollten wir«uch aufs kräftigste die Initiative ergriffen haben, ■ sollte unfern Kindern, vielleicht erst unfern Enkeln es beschieden sein מברך על המונמר zu sein: so möge man nur bedenken, daß ja auch schon jeder Schritt ein Schritt zum Resultat ist, daß jeder Tropfen den Stein höhlt, daß einzelne Sandkörnchen eine» hohen Berg konstruiren. Lernen wir nur von andern Confessionen. Wie viele, viele Decennien, ja vielleicht Jahrhunderte trugen dort Millionen vermeintlich zum Dienste Gottes ihr Scherfletn dazu bei, daß die Mtssion aggressiv gegen uns thätig sein kann; und wir sollten nicht eine ganz allgemeine Organisation errichten können, selbstverständlich rein defensiv nur zum Schutze für unsere unglücklichen Brüder! Welch edleres und heiligeres קר; קימה kann der Begüterte hinter-