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Jeschurun · 1864-10-01 · Heft 1 (Oktober 1864) · p. 12

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Journal
Jeschurun
Volume
11 (1864-1865)
Issue
Heft 1 (Oktober 1864)
Article
Israels Dauer durch seinen Glauben
Date
1864-10-01
Page
12 (sequence 3)
Language
German
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12 Israels Dauer durch. ftinen GMben. nur von so gutem Gedeihen sein, weil Gott- Israel als sein heiliges Volk ansieht und es vor den übrigen Nationen durch seine heilige Lehre auSzeichnct. ״Ein geheiligtes Volk bist du dem Ewigen, deinem Gotte, und dich hat der Ewige, dein Gott, erwählt, ihm ein eigen׳.׳ thümliches Volk zu sein, aus allen Völkern, welche auf dem Erd- Hoden find." 5. B. M. K. 14, 2. Auch von rein menschlichem Standpunkte gesprochen׳ stand Zsrael als eine mächtige Nation da. Es leuchtete in seinem Glanze, in seinen heiligen Gesetzen und Rechten, und ausgezeichnete Mach ner standen an seiner Spitze. Gleich am Anfang seiner Enisiehung, nach dem Empfang der stnattischen Gesetze erblicken Wir' ein Brüderpaar,- welches dem ganzen Judenthnme in seiner Erschcinung gleichsam als Grundriß zur Richtschnur dienen sollte : M o - ses und Aron, von denen der eine den Staat, der andere das Priesterthum׳ repräsentirt. Brüder von- Geburt, brüderlich' in ihrer Gesinnung, übten sie die ihnen gegebene Macht vereinigt auch um aus dem Staate und Priesterthum ein harmonisches Ganze zu bilden, dessen Mittelpunkt! die Religion war! Dieses Bündniß des Staatesmit der Religion gewann eine Zeit des glücklichsten Bestandes, und erreichte in ׳der heiligen Stadt Jerusalem seinenHöhe- Punkt. Hier hatte der Staat seinen Thron, die Religion ihr sichtbares Heiligthum, die Wissenschaft ihren Sitz. Zugleich war der wundervolle Tempel für die ganze Nation die heiligste Stätte des Gebets, das Asyl aller Armen und Bedrängten, der Ort, zu dem man von Nah und Ferne pilgerte um Hülfe fürseine Leiden zu erflehen. Diese herrliche und prachtvolle Stadt mit ihrem unvergleichbaren Tempel erregte damals die Bewunderung auch aller fremden Volker, die hcrbeiströmten, ihren Glanz und ihre Merkwürdigkeiten zu schauen. Und wie Israel durch seine Religion einig und herrlich dastand, so hatte sich auch sein Staatswesen nach Außen Achtung gebietend gestaltet. Seine Macht war bedeutend, und seine Stärke verschaffte ihm auf dem Schlachtfelde nicht selten den Sieg, und stößte den Nachbarstaaten Achtung sowohl als Furcht ein.' Es - schloß vortrefflichc Bündnisse und erweiterte ansehnlich sein Gebiet. Israel war mit einem Worte eine große und ächte Nation im wahren Sinne

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