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Jeschurun · 1864-09-01 · Heft 12 (September 1864) · p. 401

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 12 (September 1864)
Article
Das jüdische Weib
Date
1864-09-01
Page
401 (sequence 3)
Language
German
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Rahel und Lea. 401 Güter und Schutzgötter jüdischer Ehen und Häuser in den Namen ihrer Söhne verewigt! Weil sie die mindergeliebte war schenkte Gott ihr die Mutterfreude und machte sie zur Spenderin der Vatersreuden ihrem Gatten. Gott hat mein Leiden gesehen, sprach sie, als sie den ersten Sohn gebar, darum nannte sie ihren ersten Sohn: ראובן. Bet der Geburt des zweiten sprach sie schon nur, Gott hat gehört daß ich die Mindergeliebte bin, — es war schon die Zurücksetzung nicht mehr sichtbar, allein in Jakobs Rede vermißte sie noch den vollen Ton der Ltebesiunigkeit; man sah nicht mehr, allein sie glaubte man höre es doch noch, daß sie die Mindergeliebte wäre, und nannte ihren Sohn: שמעון. Durch die Geburt ihres dritten Sohnes sah sie aber bereits das Band der Anhänglichkeit und der Gatten Hingebung rein und ganz geschürzt, und nannte ihn darum: לוי. Der vierte Sohn endlich ward ihr schon als ungetrübt glücklicher Gattin geschenkt, sie war ganz Dank und nannte ihn: min׳. Und Alles, was nur eine jüdische Ehe beglückt und heiligt, hat Mutter Lea. in den Namen ihrer Söhne uns für alle Zetten hin verewigt: Re üben, Schimcon, Gottes Auge und Ohr in der Ehe, das Bewußtsein, daß Gott sieht und hört das Benehmen und den Umgang der Gatten miteinander, daß Gott Zeuge ist zwischen Mann und Weib, Gott der Dritte in ihrem Bunde ist und sie vor seinem Auge und seinem Ohre thun jede That und reden jedes Wort in der Ehe; Lewi, daß לויה das Band zwischen Gatten und Gattin bedeute, jeder sich als ,לור, als Schuldner des Andern fühle, sich nur ganz fühle durch den Andern und dieses Gefühl der Schuld und der Dankbarkeit Mann und Weib immer inniger mit einander verbinde; Je hu da, und wie לויה sie zu einander, so הודיה, so Dankgefühl sie immer inniger zu Gott hinaufhebe, jeder Athemzug Dank gegen ihn, Dank für jede gesunde, glückliche Minute, Dank für jedes innere und äußere Glück, Dank für jeden Beistand in guten und bösen Tage::, und zwar Dank wie Gott ihn erwartet, nicht in Worten und Ceremonien, sondern freudigen gottdienenden Gehorsam in jeder Fuge des Lebens und mit jedem Hauche und jeder Kraft des Seins; Jissachar und Sebulon, der Erwerbfleiß des Mannes (שבר), und das Walten des Weibes mit dem Erworbenen das Haus zu einer behaglichen Stätte (ובול) 2S*

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