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Jeschurun · 1864-08-01 · Heft 11 (August 1864) · p. 379

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 11 (August 1864)
Article
Aus der Zukunft
Date
1864-08-01
Page
379 (sequence 11)
Language
German
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Von S. .. H79׳ nicht, ich darf nicht,"׳ murmelte der Bräutigam und warf sich »et־, zweifln!,gsvoll auf einen Sessel. Jetzt war es aq dem Brautführer zu erblassen, ״Sie können, dürfen nicht? — wie soll ich das verstehen? Ihre Braut und alle Verwandten und Freunde harren Jhrer und Sie —" ״Erbarmen, Erbarmen," flehte der junge Mann, die Hände an die Stirne drückend, ״ich verliere den Verstand —" ״Aber um Alles in der Welt willen so erklären Sie sich —" Der Andere neigte sich zur Erde, hob die empfangene Depesche auf und reichte sie, noch an allen Gliedern bebend dem Onkel dar. ״Laß die Trauung nicht vollziehen, erwarte mich, ich, reise augenblicklich ab. Bet Allem Heiligen gehorche. Willmami" las dieser. ״Was ist das?" ״Eine Depesche von meinem Vater," erwiederte der junge Willmann tonlos. ״Und wann wird Ihr Vater demnach hier eintreffen?" ״Abends zehn ein halb Uhr." ״Und Sie beabsichtigen dieser unsinnigen Aufforderung Folge zu leisten und Ihre Trauung bis dahin zu verschieben?" ries Braun heftig, ״Herr, ich sage Ihnen das wird nicht geschehen." ״Mein Vater befiehlt es." ״Ihr Vater hat kein Recht, den Namen meiner Nichte ins Gerede der Leute zu bringen; wollte er bei Ihrer Vermahlung gegenwärtig sein, so hätte er früher sich dazu entschließen müssen; jetzt ist's zu spät, kommen Sie, kommen Sie." ״Um Gotteswillen, suchen Sie mich nicht zu dem zu überreden was der heißeste Wunsch meines Herzens, was ich aber durch —״ ״Das ist zu arg," fuhr der Andere auf, ״hat man je Aehnltches erlebt? Ihr Vater gibt seine Einwilligung zu Ihrer Verbindüng, und im Augenblick, da sie vollzogen werden soll, befiehlt er Ihnen auf telegraphischem Wege seine Ankunft abzuwarten, die erst spät Abend erfolgen kann, das ist unmöglich, kommen Sie, eilen Sie, begreifen Sie denn nicht die peinliche Ungeduld, mit der Bertha Ihr Zögern jetzt schon empfinden muß?" Willmann sprang auf, als wollte er folgen, aber er blieb stehen und rang die Hände. ״Ich kann nicht, ich darf nicht!" — ״Sic müssen, ich übernehme alle Verantwortung," ״Alle Verantwortung wollen Sie übernehmen? — Vor drei Monaten heirathete einer meiner Freunde; an seinem Hochzeitstage

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