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Jeschurun · 1864-07-01 · Heft 10 (Juli 1864) · p. 339

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 10 (Juli 1864)
Article
R. David Nieto's Begründung der Tradition
Date
1864-07-01
Page
339 (sequence 13)
Language
German
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Uebersetzt und durch Anmerkungen erläutert »on Or. Gngenheimer. ZZ9 späterst Generation, den Kindern Israels, nicht als etwas Fremdartiges erscheine, den größeren Thetl seines Gesetzes mündlich zu erhalten. Darum wurde das erste an den ersten Menschen (1. B. M. 2, 17) ergangene Gebot, nicht von dem Baume der Erkeyntyiß des Guten und Bösen zu essen, mündlich und nicht schriftlich gegeben; denn dieses Gebot ist nicht früher ntedergeschrieben worden, als bis Mosche b>ie Thora am Sinai empstng; ebenso wurde auch das Verbot des Mordes mündlich gegeben, was daraus hervorgeht, daß Kajsn wegen des an seinem Bruder Hebel begangenen Mordes gestraft wurde, ex sesn Schuldbewußtsein ausgesprochen und die Gerechttgkeit der göttlichen Strafe anerkannt hat, indem er (1. P. M. 4, 13) sagte: ״Zu groß ist meine Sünde zu ertragen," Wenn aber Nicht früher das Verbot des Mordes an ihn ergangen wäre, so hätte er sich entschuldigen und geltend machen können, daß er nicht wußte, daß der Mörder sein Leben verwirkt hat. Ebenso liefert auch die Geschichte des Zeitalters der Sündsiuth den Beweis, daß Gott schon in den ersten Zetten der Menschheit manche Verbote gegeben und dieselben der mündlichen Mittheilung überlassen hat; denn Gott strafte jene Generation darum, weil durch sie die Erde voll von Gewaltthätigkeit wurde, und weil alles Fleisch seinen Weg verderbt hatte, Da aber Gott die Wage der Gerechtigkeit im genauesten Gleichgewichte aüfrechthält, WM jenes Zeitalter gewiß nicht bestraft worden, wenn Gott nicht schon früher die Gewaltthätigkeit und Unsittlichkeit verboten hätte,* *) wie auch schon der Verstand lehrt, nicht kommen gleichstehenden Gesetzesbestimmungen im Auge hat, und zwischen den durch die Znterpretationsregeln zu erforschenden und den in der schriftlichen Thora gar nicht angedeuteten göttlichen Gesetzen keinen Unterschied macht: ist es ksar, daß die oben erwähnten Worte שרובה בעל פה nicht blos mit dem Ausspruchs des R. Jochanan sondern auch mit dem des R. Elasar übereinstimmen. *) Sowohl nach Sanhedrm 56 b., wo ausgesprochen wird, daß Adam bereits die sieben noachidischen Gebote gegeben wurde, als nach Bereschit rabba c. 16, wo im Namen des R. Levi erörtert wird, daß Adam nur die ersten sechs der noachidischen Gebote erhielt, welcher Annahme auch Maimonides הל׳ מלכים K, l folgte, sind jene Verbote deren unser Autor hier erwähnt, bereits Adam ertheilt morden.

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