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Jeschurun · 1864-05-01 · Heft 8 (Mai 1864) · p. 287

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 8 (Mai 1864)
Article
Marocco : Marokko [Nachricht]
Date
1864-05-01
Page
287 (sequence 4)
Language
German
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m Gegend reifen würden, ein Versprechen, das diese MaMek sicherlich halten werden.-— — — Ich' kann dem Allgüttgcn nicht genug danken, daß ichnur etnen Monat nach unserer Abreise, bereits so glänzende Erfolge errungeN habe; ich weiß, der Sultan hegt für feine jüdischen Unterthanen sehr günstige Gesinnungen; ich hoffe daher, daß es mir gelinste« wird, den Zustand der Israeliten Marockos unter göttlichem Beistände einer glücklicheren Zukunft entgegenzufiihren. Ach werde dieses Land nicht verlassen bis zur wirklich erfolgten Befreiung dev Gefangenen. Ich darf mit Bestimmtheit annehmen, daß der Sultan gleich nach Empfang der Depeschen Befehl dazu geben wird; ich werde jetzt nach Marocco zum Sultan reisen, will ihm meinvn Dank abstatten und well ihn bitten, daß er seine Gunst und seinen Schutz׳ meinen Glaubensgenossen derart gewähre, daß alle jene lästtgeri'ünd drückenden Aus'nahmsgesetze unter denen sie schmachten, voll ihit-e« genommen werden." — Diese Hoffnung sollte sich in vollkommener Weife erfüllen! Zu diesem Zwecke hatte er aber noch eine höchst beschwerliche Reife׳ von 10 Tagen nach Marocco znrückzulegcn. Er verließ Mogador am 17. Januar in Begleitung mehrerer Engländer und einer maurischen Caravane, aus 21 Kameclen Und 25 Maulthieren bestehend, um am zweiten Tage der Heise bereits'' die schneebedeckten Bergspitzen des Atlas in Sicht zw bekommen, welche die Reisenden von jetzt an bis zur Ankunft in Marocco nicht mehr ans den Augen verloren. Obgleich Cir Moses eine Sänfte beiutzic, um die beschwerlichen Tagereisen über ein sumpfiges und unebenes Gebiet znrückzulegcn, so litt er doch heftig unter den. Beschwerden der Reise, und nur seiner Willenskraft ist es'zuzusehreiben, daß er nicht unterwegs erkrankte. Am Schlüsse jeden Tages erhielt die Caravane von deM Gouverneur des' Distrikts reichliche Unterstützung an Lebensmitteln (Eier, MstuM,.. Milch, Thee und Zucker), auch wurde für ihre sonstigen Bedürfnisse in anerkennenswerthester Weise gesorgt. Die Lieferungen, welche von den Landleutcn aufgebracht werden mußten, geschahen übrigens ausschließlich für Rechnung des Sultans, welcher den Werth derselben an den von den Landleuten zu zahlenden Steuern in Abzug bringen' läßt. Am zehnten Tage erreichten die Reisenden Marocco und Wurden in dem Palast des Sultans einlogirt> welcher inmitten der Stadt, von einem Orangenpark umgeben, gelegen ist. Der Sultan übt die Pflichten der Gastfreundschaft nach den seit Jahrhunderten von seinen Borfahren ererbten Gebräuchen aus. Sechs Tage laust »uchte Sir Moses Montefiore mit seinen Begleitern in der Garten- Wohnung, wo sie mit dem größten Lurus bedieütwürden^ Watten,-- che der Sultan ihnen eine Audienz bewilligte. Als' echter Cävälicr

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