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Jeschurun · 1864-05-01 · Heft 8 (Mai 1864) · p. 260

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Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 8 (Mai 1864)
Article
Zum Kompert'schen Preßprocesse
Date
1864-05-01
Page
260 (sequence 8)
Language
German
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260 Der Kompert'lche Preßprozeß. 1 Kapitel aber kein Ausspruch unserer Weisen auf uns geksnmen ist, der nur einen Zweifel über deren Autorschaft anregen hnnte, einen Beweis gegen die Hypothese von einem crilischen jesaija finden. Indessen bedarf es nicht eines derartigen Beweises, un die i Nichtigkeit des Versuches, diese Hypothese mit den Lehren urserer j Weisen in Einklang zu bringen, erkennen zu lassen. Außer der nehrerwähnten Boraito über die Abfassung der einzelnen Theile de Bi-- Z bel enthalten die Werke, in denen uns die Lehren unserer Dessen;] aufbewahrt sind, auch positive Beweise, welche jener Hypothese aufs entschiedenste widersprechen. In Makkvth24 a. wird zuerst ein Vers aus dem 33. und dann ein Bers aus dem 56. Kapitel des BJei saija in der Weise citirt, daß aus dieser TalmudsteÜe klar ersihtlich i ist, daß unsere Weisen den Autor des letzteren als identisch! mit ׳! dem Autor des elfteren Kapitels hielten, die Autorschaft dieser beid den Kapitel einem und demselben Propheten zuschrieben, also inen 1 exiltschcn oder babylonischen Jesaija nicht kannten. Ebenso geht aus j Midrasch Wajikra rabba c. 10 hervor, daß unsere Weisen di im s. g. Pscudojesaijas Kap. 50 V. 6 vorkommenden Worte demslben s Jesaija zuschrieben, dessen Erwählung zum Propheten im 6. Kwitel geschildert wird, und der die in diesem Kapitel V. 8 erwählten Z Worte sprach. Ferner ist aus derselben Stelle und aus Midnsch Debarim rabba c> 2 ersichtlich, daß nach der Lehre unserer Wesen Jesaija alle nachmosaischen Propheten überragte, nächst Moses der größte unter den Propheten war. Da nun die Prophetieen, aus >cnen unsere Weisen jene besondern Vorzüge Zesaija's deduzirteu, rabe den letzten 27 Kapiteln dieses Propheten angehvren, kann im so weniger ein exilischer Ursprung derselben angenommen werde!, als, wie aus Mosd katon 25 a. hervorgeht, nach den unseren Wesen feststehenden Grundsätzen ein rucksichtlich seiner persönlichen Egenschasten der Prophetie vollkommen würdiger Manu nur darun derselben nicht theilhastig wurde, weil er nicht im heiligen Land!, ° sondern in Babylon lebte, und überdies der eben erwähnten Talmudstelle gemäß der Umstand, daß dem Propheten Jecheskel in Bcbylon göttliche Offenbarungen zu Theil wurden, noch einer besorderen Erörterung bedurfte. Das Streben Krochmals, in den Worte! unserer Weisen eine Begründung oder Rechtfertigung jener Hypo these aufznfinden, ist daher als ein ganz und gar mißglückter Ver

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