Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 7 (April 1864)
- Article
- Sinai photographirt [Rezension]
- Date
- 1864-04-01
- Page
- 240 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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240 ״Sinai photographirt.' len? Welche Autorität hat er, um die Israeliten überhaupt in geschlossener Colonne aufztehen zu lassen? WaS geschieht mit den viclen Heerden Rindvieh und Schafen, die er ganz bei seiner Berechnung ausschließt, während sie doch einen ebenso großen, wenn nicht größeren Raum, als das Volk selbst, erfordern? lind was mit der ungeheueren Anzahl Zelten und Bagage und der ״gemischten Menge", die sich den Israeliten angeschlossen? Zusammen muß die Schaar wahrscheinlich drei Millionen gezählt haben. Die wunderbare Spalte zu einer halben Meile angenommen — ein Lager von drei Millionen Menschen erfordert — zwanzig Menschen auf ein Zelt gerechnet — 150,000 Zelte; — Zelte aber erheischen Zwischenräume und Herr Förster zeigt durch einen bloßen Ueberschlaa, daß. man mag es mit denselben einrichten, wie man will, jedenfalls ein Marsch von mehreren Stunden stattgehabt haben muß, ehe der Hintere Thcil des LagerS auch nur die zu einer halben Meile angenommene Spalte erreichen konnte und diese alsdann noch zum Erdrücken von der Bor- Hut und dem Centrum des ungeheuren Heeres wimmeln mußte. ״Diese Zeit aber muß nothwendig zu der für den Durchzug in Anspruch genommenen hinzugerechnet werden, und verdoppelt dadurch die von der biblischen Erzählung lediglich für de» Ucbergang angegebene Zeit. Diese Berechnungen lassen keine weiteren Alternativen zu zwischen der absoluten Unmöglichkeit einerseits und der Ausdch nung des Lagers auf einer großen Länge des Gestades, so wie der Abtreibung des Meeres auf der ganzen Länge beider Ufer andererseits. Nun bietet Wadi Mousa oder Tawarik die einzige gleiche und offene Fläche für eine solche Ausdehnung an der ganzen westlichen oder egyptischen Seite. Sie ist achtzehn Meilen lang und die Jsrae- Uten, welche auf ihr zwischen ihren beiden Endpunkten ״Migdol und Baal-Zephon" lagerten, konnten zur bestimmten Stunde gleichzeitig in das Meer ziehen und auf vom Wasser unbedecktem Boden hinüberschreiten, gleich einer großen Armee in Front, ohne auch nur eine nutzlose Stunde zur Erreichung des egyptischen Gestades zu verlieren." Wir haben nur den Umriß der Begründung für die Annahme des Wadi Mousa-Durchzugs gegeben. Derselbe wird durch alte Uebcrlieferungen unterstützt und scheint in jedem Punkte mit Umständen übereinzustimmen, welche die Mosaische Erzählung erfordert. Cr