Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 7 (April 1864)
- Article
- Sinai photographirt [Rezension]
- Date
- 1864-04-01
- Page
- 239 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Bon , Carl Förster. 239 binson Ist von diesen einer der anerkanntesten, aber Herr Förster widerlegt ihn ausführlich, vr. Robinson nimmt nämlich eine seichte Stelle in der Nähe der Landenge von Suez als den UebergangS- Punkt an. Da dieser Gegenstand gerade jetzt von mehr als gewöhnlichem Interesse ist, so wollen wir seine Argumentirung wörtlich an« führen: ״Da die Israeliten mehr als zwei Millionen Seelen zählten, wozu noch die Heerden kommen, so konnten sie nur langsam vorwärts schreiten. Wenn der trockene Thcil breit genug gewesen wäre, um ihnen zu gestatten, in einer Fronte von tausend Mann nebeneinander hinüber zu gehen, wozu ein Raum von mehr als einer halben Meile in der Breite erforderlich ist (wohl die am Weitesten gegriffene Annähme), so müßte die Colonne mehr als zweitausend Mann hoch gewesen sein, die nach aller Wahrscheinlichkeit sich auf nicht weniger als einen Raum von zwei Meile» verbreiten kann. Diese Colonne aber gebraucht zum Mindesten eine Stunde um sich in ihrer Höhe zu entwickeln, oder in daS Meer zu gelangen. Zieht man diese von der längsten Zwischenzeit ab, bis zu welcher die Egypter in das Meer gezogen sind, so bleibt unter diesen Umständen für den Zug der Israeliten zum Durchgang nur Zeit genug auf einem Raume von drei oder vier Meilen. Dieser Umstand aber ist für die Annahme, daß sie bei Wadi Tawarik durchgezogcn durchgezogen wären, vcrhängnißvoll, da das Meer an diesem Punkte nach Niebuhr's Messungen drei deutsche oder zwölf geographische (englische) Meilen breit ist, wodurch eine ganze Tagereise erforderlich gemacht wäre." Alles dies widerlegt Herr Förster durch einige wenige schlichte Fragen, welchen er die ziemlich richtige Bemerkung voranschickt, daß viele neuere Reisenden, die ihr besonderes Steckenpferd haben, ihre Hypothesen entgegenstehenden Ansichten gegenüber verhängnißvoll zu nennen pflegen. Es fragt sich jedoch wie sich diese ״verhängnißvollen" Hypothesen Thatsachen gegenüber verhalten. So fragt denn Herr Förster — und wir unseren Theilö wiederholet: diese Fragen — welches Recht hat vr. Robinson, um eine halbe Meile, oder irgend eine andere Hypothese, als die größte zulässige Annahme aufzustel- 1s*