Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 7 (April 1864)
- Article
- Sinai photographirt [Rezension]
- Date
- 1864-04-01
- Page
- 238 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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238 ״Sinai Photographirt." lichen Zeiten bei den dieses Ufer bewohnenden arabischen Stämmen bekannt gewesen. Auf der herrlichen Karte des wissenschaftliche» Capitain Moresby wird es mit Wadi Mousa bezeichnet — das Thal des Mosis. Der Beweis durch die Benennungen kann nicht überzeugender geführt werden, sagt Herr Förster. Wir meinen jedoch, daß er noch dadurch erhöht wird, daß auf der entgegengesetzten Seite Ayun Mousa liegt, d. h. die Brunnen des Mosis. Der arabische Name legt genügendes Zeugniß für ihr außerordentlich hohes Alter ab, und man darf Wohl annehmeu, daß sie denselben seit dem Auszuge aus Egypten getragen haben. Das jüdische Volk wanderte drei Tage laug ohne Wasser zu finden; ohne Wasser konnte weder es noch das Vieh so lange leben; sie mußten sich also Brunnen gegraben haben und deren Name, wenn nicht gar die Brunnen selbst, haben sich bis heute erhalten. Wir wollen jetzt die Namen betrachten, welche die benachbarten Plätze noch jetzt tragen. Längs des Arabischen Ufers, dem Thale des Moses gegenüber, sind, mit den Brunnen des Moses an fangend, sechs Wadis, oder Ruheplätze. Wir nennen dieselben mit ihrer Bedeutung im Arabischen: 1) Ayun Mousa, Brunnen des Moses, spricht für sich selbst; 2) W. Reianch oder ReyLneh, ״daS Thal des Volks"; 3) W. Kurdhivet ״das Thal der Gemeinde"; 4) W. El Ahtha ״das Thal der Wanderer"; 5) W. Sudah ״ein Weg der Menschen hinaufführt vom Wasser"; 6) W. Wardan ״das Thal der Tränker". Diese Ruheplätze ziehen sich aus einer Strecke von achtzehn Meilen Länge längs des östlichen Ufers, welches ebenfalls die Länge des Wadi Mousa auf der andern Seite ist. Auf die Frage, auf welcher Stelle die Israeliten übergingen, oder wo sie das Ufer erreichten, antwortet Herr Förster, daß dieses in einer Linie längs der angeführten Punkte erfolgte. Das ganze Meer vor dem Wadi Mousa stellte sich dem Volke Gottes entgegen und die Winde des Himmels hielten den Durchgang frei. Man hat nur eine» Blick auf Moresby's Karte zu werfen um sich zu überzeugen, daß ein Nordosiwind, der das arabische Ufer bei Ayun Mousa bestreicht, die ganze Breite des Meeres an sechszehn bis achtzehn Meilen in der Fronte forttrcibt. So erstaunliches ist, nicht mehr und nicht weniger verlangt die Mosaische Erzählung. Die Rationaliflen und die schüchterne Schule haben als Erklärer in ihren Auslegungen gänzlich geirrt: Dr. Ro-