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Jeschurun · 1864-04-01 · Heft 7 (April 1864) · p. 237

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 7 (April 1864)
Article
Sinai photographirt [Rezension]
Date
1864-04-01
Page
237 (sequence 6)
Language
German
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Bon Carl Förster. 237 lediglich durch den Mosesstab, und ein heftiger Ostwind führte hinweg und thürmte auf — die getrennten Wassermaffen; — dieser zweite Th eil des Wunders wurde demnach, wie aus der heiligen Schrift erhellt, durch die Zeitdauer des Windes vollbracht, ״denn Gott führte das Meer durch einen heftigen Ostwind wahrend der ganzen Nacht hinweg." Diese nämliche Naturkraft bringt heute noch die ähnliche Wirkung im Bab-el-Mandel» zu Wege; sie thürmt dort öfters die Waffermcnge zu einer beträchtlichen Hohe auf, ohne freilich die Macht zu haben das Meer auseinander zu klüsten. Nimmt man die mosaische Erzählung des Herganges an, so ist es leicht die Stelle genau zu bezeichnen, an welcher dieses erstaunliche Wunder stattgehabt. Im weitern Verfolge werden wir sehen, wie die heilige Erzählung ihre Bestätigung findet in der Beschaffenheit des Landes, den Traditionen und selbst den Namen der verschiedenen Vorgebirge, Thäler und anderer hervorragenden Theile der Geographie des Schau- Platzes. Es kann kaum angezweifelt werden, daß die Landschaft Goschen an dem westlichen Ufer des Nils, dem alten Cairo gegenüber, lag — wie Josephus bemerkt Von dort führt die Straße durch das Thal von Budeah, bekannter unter dem Namen Wadi' Tawarik, zum Rothen Meere, an eine Stelle, wo, wie die Israeliten mit Schrecken, und ihre Feinde mit Freuden entdeckten, daS Meer sie einschloß. Die Berge umgeben sie von allen Setten; entweder mußten sie bleiben, wo sie waren und durch Hunger oder die pharaonischen Schaaren umkommen — oder das Meer mußte auseinander klüsten und ihnen den Durchgang gewähren — einen anderen Weg zur Rettung gab es nicht. Es ward ihnen befohlen hier zu lagern vor Pt-Hachiroth, Baal-Zephon gegenüber, zwischen Migdvl und dem Meere. Pt-Hachiroth, ist die Mündung des Thales von Budeah. Budeah ist nach Arabischer Ableitung das Thal der Flucht; der andere Name Wadi Tawarik bedeutet das Thal der nächtlichen Wanderer (Pharao ließ Moses und Aharon rufen in der Nacht und redete zu ihnen: Macht euch auf und ziehet fort u. s. w. siehe Exod. 12, 30- 42; — Deuteron 16, 1.) Aber noch ein dritter Name dieses Thals ist unlängst bekannt geworden, welcher dem Zeugnisse der betden andern die Krone aufsetzt und es besiegelt. Das ist der Name, unter welchem eö heute bekannt ist und wie es sicherlich seit undenk- 1s

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