Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 7 (April 1864)
- Article
- Sinai photographirt [Rezension]
- Date
- 1864-04-01
- Page
- 236 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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236 ,Sinai pHoiographWt." nach dem Sinai zn weiterer Untersuchung und zur Sämmlung neuer Materialien zu erlangen. Diesen und den im Jahre 1856 durch Herrn Lottin de Laval veröffentlichten sind die Photographien und Glyphographien dieses Werkes entnommen." Wir können Herrn Förster nicht auf allen seinen Untersuchungen und Beweisführungen begleiten; wir wollen nur einige Punkte herausgreifen. Wenn wir uns auf zwei: den Durchgang durch das Rothe Meer und die wahre Lage des Berges Sinai beschränken und dabei unseres Verfassers Methode der Feststellung der merkwürdigen Inschriften klar darlegen, glauben wir unseren Lesern einen bessern Dienst zu erweisen, als wenn wir einen großen Umriß des Ganzen hier geben. Wir wissen beinahe nicht, durch wen den Mosaischen Urkunden größere Unbill widerfahren ist: durch die Spötter, welche die Wahrheit der Erzählung von der Spaltung des rothen MeereS überall leugnen, oder durch jene furchtsamen Christen, welche dieses erstaunliche Wunder in einer Weise erklären, daß es zu wenig mehr als einem seltenen Naturereigniß herabgedrückt wird. Und in der That hat der Kampf für die Wahrhaftigkeit der mosaischen Urkunden stets bei dem Durchgänge durch das rothe Meer gefochten werden müssen. Mit vollem Rechte sagt Herr Förster: entweder wird dieses große Wunder des Exodus in seiner ganzen furchtbaren Größe als solches anerkannt, und es kann alsdann keins der folgenden Wunder angezweifelt werden: es würde ja auch nicht der Mühe verlohnen es fortzudemoiistriren; — oder die Spaltung des Rothen Meeres wird auf gewöhnliche natürliche Ursachen zurückgesührt, und es fal- M damit alle spateren Wunder. Was ihn betrifft, so verwirft er als einer ernsten Widerlegung unwürdig die beliebte Conjectur der modernen Rationalisten, daß der Durchgang an Stellen stattsand, die nur vier bis fünf Fuß Tiefe hatten, wo das Meer nicht mehr als zwei Meilen (engl.) breit ist; nnd daß das Trockenlegen des Bettes lediglich durch einen heftigen Sturm bewerkstelligt sei. Vielmehr wagt er zu behaupten, daß das Meer an einer Stelle ausgetrocknet wurde, wo zwei bis drei Seemeilen (1 Seemeile ist gleich 3 engl. Meilen) Breite und d bis 15 Faden Tiefe vorhanden ge- Wesen. Das Meer wurde durch, keinerlei natürliche Kraft gespalten,