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Jeschurun · 1864-04-01 · Heft 7 (April 1864) · p. 234

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 7 (April 1864)
Article
Sinai photographirt [Rezension]
Date
1864-04-01
Page
234 (sequence 3)
Language
German
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234 ״Sinai photographirt.׳ deren Händen herrühren müssen. Dieser Nachweis ist allerdings versucht worden, aber wir glauben zuversichtlich es aussprechcn zu dürsen: er ist gänzlich mißlungen. Ebensowenig wie jetzt nach der bekannten Entzifferung der Inschriften auf dem Stein in Rosette durch eine darunter befindliche griechische Uebersetzung in Bezug auf dieselben irgend ein Zweifel noch besteht, ebensowenig wird der Unbefangcne, nach dem Studium des gegenwärtigen Forster'schen Werks, noch einen Zweifel gegen den mosaischen Ursprung der Sinaitischcn Inschriften hegen können. Wir wollen uns bemühen diesen Gegenstand möglichst klar und verständlich unter Vermeidung aller gelehrten Weitschweifigkeiten zu besprechen. Wir wollen diese Entdeckungen unseren Lesern zugängig machen, ihnen darlegen, aus welchen Wegen Herr Förster endlich zu seinen interessanten Schlüssen gelangte, und ihnen Einiges von den wahrhaft überraschenden Entdeckungen mittheilen, die Förster jetzt der Oeffentlichkeit übergeben. Vor Allem war es nothwcndig den Weg festzustellen, welchen Israel von dem Durchgang durch das rothe Meer an nahm, bis es die Gebirgsgegend des Sinai verlassen und die Ebene erreichte. Es bedarf nur einiger Erwägung um die Art und Weise vorzuzeichnen wie eine solche Untersuchung anzustellen ist. Gesetzt, es sollte der Rückzug der Zehntausend oder die Marschlinte des Terxes bei seinem Uebergang über den Hellespont und seiner Invasion in Griechenland erforscht werden; so hätte man zunächst die Schriften Tenophons und Herodots, der zeitgenössischen Geschichtsschreiber, welche diese Expeditionen beschreiben wollen, zur Hand zu nehmen. Sodann müßte man selbst, wenn irgend möglich, die Gegenden besuchen, durch welche die Züge stattgefunden haben sollen, und untersuchen, in wie wett die gegenwärtige Physiognomie derselben mit der historischen Beschreibung tzarmonirt. Namentlich wären die großen Umrisse der Natur: Felsen, Berge und Flüsse, und Ln einer orientalischen Wüste die Lage der Quellen und Kunstbrunnen zu beachten. Sorgfältig hätte man unter Noinadenstämmen oder einzelnen Völkerschaften von großem Alter, falls solche in der Umgegend anzutreffen, Erkundigungen einzuztehen, ob und welche Ueberlieferungcn sich unter denselben in Bezug auf diese militärischen Aktionen erhalten haben. Endlich müßte man mit der größten Sorgfalt und Ausdauer nach Inschriften sorschen, welche man etwa so glücklich sein könnte auf den Felsen und

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