Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 7 (April 1864)
- Article
- Sinai photographirt [Rezension]
- Date
- 1864-04-01
- Page
- 233 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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233 >Bon Carl Förster. ״Es ist nicht wohl anzuuchmen, daß das (aus Forster's Untcrsuchungcn sich ergebende) Resultat lediglich ein glücklicher Zufall ist. Die Hieroglyphen, die Thtere — Alles paßt zu der (von Forster) versuchten Uebersetzung der Inschriften. Warum also bezweifeln, daß dieselben wirklich das Werk der Israeliten in der Wüste sind? Scheint doch diese Annahme die natürlichste Losung aller Schwierigketten zu sein. Jedenfalls ist man berechtigt, von denen, welche Herrn Forster's Annahme verwerfen und behaupten, daß die Inschriften schließlich sich als nichts Anderes erweisen werden, als ״Abdallah der Sohn Abdallahs" und dergleichen, Beweise zu verlangen. Wir unsererseits haben uns nicht auf. bloße Behauptungen gestützt. Wir haben offen den Weg klar dargelegt, auf welchem' wir zu unserem Schluffe gelangt sind. Wir verlangen von unseren Gegnern das Gleiche und wollen alsdann redlich ihre Argumente prüfen. Unser einziger Wunsch ist, daß die Wahrheit schließlich siege. So lange dieses aber nicht geschehen, dürfen wir getrost die Semitischen Inschriften als lebende Urkunden des jüdischen Volkes in der Wüste betrachten. Wahrlich man kann hierin die Hand Gottes nicht verkennen. Zu einer Zeit, wie der jetzigen, in welcher so viele Zweifel gegen die Gesammtheit der Mosaischen Urkunden erhoben werden, in welcher sie zu einer Sammlung von ״Mythen" gestempelt werden — welches vollgiltigere Zeugttiß könnte für die unantastbare Wahr- Hastigkeit der jüdischen Geschichte abgelegt werden, als durch das dieser Inschriften? Sie sind unbewußte Zeugen für die Wahrheit des Gottesworts, verborgenes, Jahrhunderte lang unbeachtetes Dokument ״mit eisernem Griffel eingegraben auf Felsen für ewig" — aber jetzt an's Tageslicht gezogen, diejenigen zu unterstützen, die da glauben, ״daß die ganze heilige Schrift durch Gottes Geist geschrieben", daß sie unerschütterlich wahr ist bis in die kleinste Einzelheit." Wir haben zu diesen unseren früheren Worten Nichts hinzuzufügcn, und können davon nach der Bestätigung, welche dieselben durch das neue Werk von Förster erhalten, nicht eine Silbe zurücknehmen. Wenn nachgewiesen werden könnte, daß die Söhne Israels einen andern Weg eingeschlagen hätten, dann freilich würde eine weitere Untersuchung dieses Gegenstandes für uns nutzlos sein. Dann! würden diese Inschriften einer spätem Zeit augehören oder von an-