Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 7 (April 1864)
- Article
- Zum Kompert'schen Preßprozeß
- Date
- 1864-04-01
- Page
- 230 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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- Isaiah 2× ep/1005097
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230 Zum Koinpert'schen Preßprozeß. fetn? Ferner steht nach den oben angeführten Verheißungen die Rückkehr zum davidischen Königshausc mit der wahrhaften Rückkehr zu Gott in so innigem Zusammenhänge, daß der Glaube an den Eintritt der in der Bibel verheißenen Begründung des Gottesgerichts, ohne den Glauben an die durch einen Nachkommen Davids und durch die Rückkehr aller Zerstreuten Israels ins heilige Land stattfindende Wiederherstellung der davidischen Dynastie gar nicht gedacht werden kann; daß wir, so lange wir den Glauben an die noch bevorstehende Zukunft Israels nicht aufgeben, so lange wir die von Moses und den übrigen Propheten an uns ergangenen Verheißungen nicht als Phantastegebilde erklären, auch den Glauben an daS Auftreten von dem Könige David abstammenden Messias nicht aufgeben können, sondern als unzertrennlich von dem Glauben an die Erlösung zu betrachten haben. Obgleich nun schon aus diesen Prophetieen, die wir hier aus der großen Anzahl der messtanischen Weissagungen hervorgehoben, mit Evidenz zu entnehmen ist, daß der in der Bibel verheißene Messias nur als Einzelnpersönltchkeit gedacht werden kann, glauben wir dennoch, auch eine der durch den Propheten Jesaja verkündeten messtanischen Weissagungen schon darum anführcn zu sollen, weil in: dem Artikel, der den Kompert'schen Prcßprozeß veranlaßte, die Behaüptung ausgesprochen ist, daß dem Propheten, der in jenem Artikel ״der exiltsche Jesajas" genannt wird, Israel das Messiasvolk sei, und die davidische Nachkommenschaft, auf welche die meisten Propheten alle Herrlichkeit übertragen haben, vor der idealen Große Gesammtisraels verschwinde. — Eine im 55. Kapitel des B. Jesaja sich befindende Verheißung wird uns zeigen, was wir von dieser Behauptung — ganz abgesehen von der Voraussetzung, in der sie wurzelt — zu halten haben. Rücksichtlich der Tragweite jener Hypothese von einem ״erilischen Jesajas"; rücksichtlich der Gründe, auf denen dieselbe beruht, und der Consequenzen, denen sie führen muß, erscheint es uns aber nicht überflüssig, der Anführung der in dem erwähnten Kapitel vorkommenden Messiasprophette einige Bemerkungen über die Annahme eines exilischen oder Pseudojesajas vorausgehen zu lassen. Von dem Verfasser jenes Artikels wird diese vor etwa achtzig Iahxen von Döderlein und Eichhorn zuerst ausgestellte Hypothese, daß