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Jeschurun · 1864-02-01 · Heft 5 (Februar 1864) · p. 163

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 5 (Februar 1864)
Article
Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
Date
1864-02-01
Page
163 (sequence 19)
Language
German
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der materialistischen Weltanschauung 163 Zonen längst das Bewußtsein von einem ausschließlich einzigen Gott des Himmels und der Erde bis auf den letzten Gedanken gcschwunden war — in Israel unter demselben Himmelsstrich und unter demselben Volke die Lehre von dem Einen Einzigen Gott und von der sittlichen Heiligung des Menschen und aller seiner Beziehungen unter dem Gesetze dieses Etnzigen, in einer Reinheit und Wahrheit und Klarheit und mit einer Begeisterung und Hingebung gelehrt und gesungen und in Schriften niedergelegt ward, wie unter keinem Volke vorher und keinem nachher. Ebenso urkundliche Thatsachc, daß für diese Lehre und diese Heiligung gerade die Zeiten des Abfalles eine so große und so weithin leuchtende Reihe begeisterter Redner und Sänger erzeugten , daß an ihrem Lichte und Feuer noch heute in den verschiedensten Zonen Geister und Gemüther für diese Lehre und diese Heiligung sich erleuchten und begeistern, und daß die bloße Thatsache ihrer Existenz denn doch auch für die Zeiten des Abfalles das Vorhandensein eines großen Kreises reinen Volks- und Familienlebens dokumentirt, au dessen Hecrd und in dessen Gemeinschaft solche Männer erzeugt und erzogen und gebildet werden konnte». Ebenso urkundliche Thatsache, daß in den Urkunden dieses Volkes seiner Abirrung zum Heidenthum nach dem Beispiel der Volker von vorhinein vorgesehen, der Untergang ihrer staatlichen Existenz in Folge dieser Verirrung und ihre volle Rückkehr zum Einen Etnzigen und gänzliche Entsagung des Heidenthums erst in Folge dieses Unterganges erwartet worden — und daß dieses Vorhergeschene und Erwartete sich buchstäblich erfüllt. Der Un- Hergang seiucr ersten staatlichen Existenz genügte, um aus Israel daS Heidenthum für immer zu verbannen, und längst ehe die ersten Sendboten des Christenthums — ja auch Juden mit einer jüdischen Botschaft — das erstr monotheistische Wort unter die Römer und Griechen und die andern heidnischen Völker trugen, hatte Israel zu der Makkabäer Zeit seinen Protest gegen das Heidenthum für immer mit seinem Herzblut besiegelt, ward in dieser seiner monotheistischen Treue selbst von den römischen Imperatoren und Consuln geachtet und geschont — worüber noch die Documente vorhanden — und hat sodann, zerstreut unter allen Völkern, mit Darangebung seiner Freiheit/ seines Menschenrechts, seiner Menschenwürde, seines Lebens und Familirnglückes, unter Hohn 1t*

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