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Jeschurun · 1864-02-01 · Heft 5 (Februar 1864) · p. 162

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 5 (Februar 1864)
Article
Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
Date
1864-02-01
Page
162 (sequence 18)
Language
German
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162 Die Natur Und die Bibel in der Hand aller Existenzen zu Grunde liege, die also selbst von diesen Existenzen unabhängig wäre, in welcher vielmehr alle anderen Existenzen ihr bedingtes Dasein fänden — das wäre ja, mit einemniale der außerweltliche, freischaffende, gesetzgebende, fürsorgrnde Gott der alten ״naiven" Welt-Anschauung, von dem die Himmel und das Lallen der Kinder erzählen — was geschieht? Statt die Thatsachen reden zu lassen, den Stoff und den Geist, die Welt und Gott, und das Bewußtsein des in Geist und Freiheit gottverwandten Menschen in ihrer thatjächlichen Wirklichkeit hinzunehmen, und aus diesen Thatsachen heraus sich eine Weltanschauung zu construiren, verschließt man, um dem freien Gott zu entgehen und Alles in die zwingende Allgewalt einer mechanisch-organischen Nöthigung aufgehen lassen zu könne», dem Zeugniß des Himmels und der Erde, ja selbst dem eigenen Bewußtsein das Auge, »!acht die in ihrer Erscheinung nicht wegzudemonstrirende Freiheit nur zu einer andern Art von Nothwendigkett, macht den vorhandenen Gottesgedanken zur bloßen Abstraktion des mechanisch-organischen Weltganzen, so wie den Geist zum bloßen Produkt des Stoffes, also daß das Gehirn so Gedanken ausscheidct, wie die Niere» den Harn — nennt das dann die vorurtheilsfreie Weltanschauung und ist doch vom willknhrlichsten Vor-Urtheil gezeugt! — So in der Natur. Und in der Geschichte anders? Sehen wir das uns vorliegende Bruchstück. Waren nicht die Israeliten zu irgend einer Zeit einmal Götzendiener? Die Jsralitcn Wohl nie, allein Israeliten, und zwar viele Israeliten gewiß. Das ist Th atsache. Davon erzählen hie Urkunden ihrer Geschichte, erzählen, wie schwer es ihnen ward, sich des heidnischen Beispiels ihrer Nachbarvölker zu erwehren, wie selbst während der Gesetzgebung am Sinai ein Theil von ihnen dem egyptischen Apiskultus verfielen, und wie auch später insbesondere unter der Herrschaft ibrer Könige der Dienst des Baal und der Astarte und anderer heidnischer Gottheiten bei ihnen einriß. Das ist urkundliche Thatsache. Allein, ebenso urkundliche Thatsache ist es , daß zu keiner Zeit der Götterkultus in Israel anerkannt war, daß er zu jeder Zeit in Israel als Abirrung von der Wahrheit gebrandmarkt war, ebenso urkundliche Thatsache, daß zu gleicher Zeit — wahrend auf weiter, Erde, unter allen Himmelsstrichen und

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