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Jeschurun · 1864-02-01 · Heft 5 (Februar 1864) · p. 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 5 (Februar 1864)
Article
Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
Date
1864-02-01
Page
155 (sequence 11)
Language
German
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der materialistischen Weltanschauung.' 155 sollte (IH.B.M. 23,43) Weder vorher noch nachher haben die allen Jsraeliten in Wüsten gelebt, oder sind in ihren Wanderungen der Wüste nahe geblieben. Von sonstigen Wanderungen des Volkes wissen überhaupt die Urkunden nichts. Das Volk Israel war kein Nomaden- Volk, war seßhaft in Egypten und sodann seßhaft in Palästina. Ihre Stammväter wanderten allerdings, allein von Stadt zü Stadt in Palästina, und auch als Jakob in Mesopotamien diente uud im Freien die Heerde hüthcte, ist keine Spur von den Schrecknissen der Wüste zu erkennen. KältebeiNacht, HitzeamTage, das sind die größten Beschwerden, die er von seinem Dienst hervorzuheben weiß. Alle Nationaleinrichtungen und Gesetze der Israeliten setzen auch ein durchaus festes, in Städten wohnendes, vorzüglich Ackerbau treibendes Volk voraus, und diese ganze Voraussetzung, die aus dem alten Israeliten ein Nomadenvolk der Wüste macht, ist, den urkundlichen Thatsachen der Quellen gegenüber, eine Erfindung. Und die Seraphim der Israeliten״ wäreu böse Geister? Die Urkunden kennen nur wirkliche, ganz konkrete, körperlich greifbare Schlangen, die beißen, unter diesem Na-- men (4. B. M. 21, 7.) oder — (Jesaias 6, 2.)- - mit verhülltem Angesicht nm Gottes Thron stehende Engels die das ״Heilig, heilig, heilig ist Gott der Weltenschaaren, die ganze Erde ist seiner Herrlichkeit voll" durchs Weltall rufen. Ist das die Stellung und der Ruf — von ״bösen Geistern?" Oder ist es der ״bösen Geister" Einer, der darauf V. 7, die Lippe des Propheten berührt und spricht: Siehe, damit wird deine Sünde weichen und dein Vergehen Sühne finden? — Die ״Wolke in der Wüste", von welcher die Quellen-Urkunde nur weiß, daß sie schützend, wegweisend und Rnhe erspähend, ununterbrochen das Volk (das, beiläufig, wenn es ein Volk der Wüste gewesen wäre, schwerlich dieses außerordentlichen Wegweisers bedurft hätte) auf seiner Wanderung durch die Wüste begleitete, (2. B. M. 13, 21.; 4. B. M. 14, 14.; 2. B. M- 40, 36.; 4. B.M. 9, 17 f.; V. B. M. 1, 93.; IV.- 20, 34; Pf. 105, 39.; Nehemias 9, 12; Pf. 78, 14), die Wolke, deren stete Gegenwart so sehr ein Zeichen der Gnade und des göttlichen Wohlwollens war, daß ihr momentanes Weichen IV. 12, 10, als Anzeichen der Ungnade diente, deren Gegenwart endlich so wenig mit der Wüste zusammenhing, daß sie selbst I. Kön. 8, 10, als Gnadenzeichen der göttlichen Gegenwart den Salomonischen Tem-

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