Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1864)
- Article
- Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
- Date
- 1864-02-01
- Page
- 152 (sequence 8)
- Language
- German
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152 Die Natur und die Bibel in der Hand scheu wagen? Darf ihnen das ׳Kleid / einen hinreichenden Thatbestand bieten,^41nt über Schuldig oder Nichtschuldig, Sein, oder,Nichtsein des Menschen ein Verdikt abzugeben? Müssen sie nach allen Gesetzen des Denkens nicht; ein gewissenhaftesri'on liquet aussprechen, so lange ihnen kein anderer Anhaltspunkt als das Gewand des zu beürtheilenden Menschen geboten ist? — und dn sieht, das׳ grosse, ׳ uncnn1’$5 liche Weltall vor. dem Forum des richtenden Gedankens, und da soll es nach den Gesetzen des. Denkens gerechtfertigt sein — aus dem — man halte uns die Trivialität des Vergleiches zu Gute — Gewände, nein, .aus dem gegenwärtigen Ueberzug eines Knopfes an dem Gewände des Universums, .über Ursprung, Grund, Vergangenheit und Zukunft des Weltalls ein Verdikt abzugeben??! Nein, der leitende Grundgedanke eines solchen Weltsystems ist, nicht ״von der Vernunft nach den Gesetzen des Denkens aus dem rhatsächlich Erkannten der Natur der Dinge erflossen". Er leidet vielmehr sowohl an innerm logischen Widerspruche, als auch an völliger Unzulänglichkcit der Thatsachen für die auf ihrem Grunde aufgeft'ihrten Schlüsse.;־ Allein das Resume war so freundlich, uns nicht nur den an-, geblich auf Thatsachen der Natur erbauten Grundgedanken des Shstems nnitznthetleup es sind uns auch die aus Thatsachen 'bei* Gesch i chte erschlossenen Anschauungen desselben über die Entwickelung der!Menschheit mitgetheilt, und ein. prüfender Blick in diese enthüllt uns. noch weit graviren.dere Gebrechen dieses Systems, und läßt uns erkennen,, ׳wie:arg.-den Thatsachen selbst mitgespielt wurde, um sie denn im ׳Vorhinein fertigen Ergebnisse׳ dcöSystcms mundgerecht zu machen.׳ ׳ - . Thätsachen der Natur sin.d nur verhältnißmäßig Wenigen Zuganglich,,und -nur Wenigen ist es vergönnt, bei angeblich auf Grund derselben gebauten Schlüssen, und.׳Folgerungen׳,-den Deukproceß aus den urknnolichen Akten selbst zu r'evidiren. Auch ׳mit ähren Annahmen den Schleier der Isis hebenwollende Autoren, haben selten ihre ,,Thatsachen" ׳selbst aus dem׳ Buche - der Natur geschöpft, noch vermögen sie .׳ selbstständig׳ ׳die Zeichenschrift, der Natur zu enträthseln. Zugänglicher ■fin b die Quellen der-Geschichte, und insbesondere Eine geschichtliche 'Erscheinung in Einer Zeitperiode gibt es, über, welche dem eminentesten Forscher keine andern Quellen als diejenigen vor-