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Jeschurun · 1864-02-01 · Heft 5 (Februar 1864) · p. 151

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 5 (Februar 1864)
Article
Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
Date
1864-02-01
Page
151 (sequence 7)
Language
German
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der materialistischen Weltanschauung. 151 wir z. B. mit absprechender Zuversicht den Schluß auf das Alter der Erde, die an sich uns völlig unbekannt ist, und wovon wir nur etwa so viel wie das Häutchen vom Ci kennen! Wie? abgesehen von allem möglichen Einfluß außerirdischer Weltkräfte, die doch auch diese Weltanschauung gelten läßt, noch mehr abgesehen von dem Einflussc einer freischöpferischen außerweltlichen Allmacht, die diese Anschauung leugnet, können nicht uns ganz unbekannte Elemente und Kräfte in dem Erd-Jnnern in einer Mächtigkeit vorhanden sein, die in einem frühern Zustande der Erde, um die Sprache dieser Anschauung zu sprechen, als diese Erde sich gestaltete, Das in einem Augenblicke hatten bewirken können, was den jetzt an der Oberfläche vorhandenen Einflüssen erst in Millionen von Jahrhunderten — und mit weniger begnügen sich ja diese Weltanschauungen nicht — erst zu bewirken möglich wäre? Ist es überall nach den Gesetzen des Denkens gerechtfertigt, aus so winzigen Prämissen einen Schluß von solcher Tragweite zü ziehen? Ist es überall nach dem Gesetze des Denkens gerechtfertigt, aus dem gewordenen Jetzt, auf das werdende Ehemals bis in aller ursprünglichen Ewigkeit zurückzuschließen? Wäre, um bei dem einmal genannten Ei zu bleiben, das Entstehen des lebendigen Vogels aus dem leblosen Et nicht eine alltägliche Thatsache, welcher Physiolöge würde aus dem lebendigen Vogel, ja ans der Haut eines lebendigen Vogels dessen Entstehen aus dem Et zurück erschließen? Ja, welcher Physiologe vermochte jetzt, nach der bereits feststehenden Thatsache dieser Entstehung, das frühere Ei aus dem jetzt lebendigen Vogel nachzuweisen, ja vermöchte auch nur den Uebergang des punctum saliens aus der leblosen Masse in den lebendig hüpfenden Puls aus diesem rückwärts zu demonstriren?! Halten wir denn auch sonst solche Schlüsse aus solchen Prämissen nach den Gesetzen des Denkens für gerechtfertigt? Da steht ein Jnqutsit vor seiner Jury. Das Gericht soll über Leben und Tod absprechen. Den Richtern ist aber nur der letzte Rock des Jnquisiten zur Untersuchung zugänglich, den derselbe noch dazu zur Zeit des bereits verjährten Deliktes mit großer Wahrscheinlichkeit nicht getragen, Dürfen da die Richter ans den Fett- oder Farbefleckcn, aus den mehr oder minder neuen oder alten, passenden und unpassenden Thcilen u.s. w. des Kleides, ein Urtheil über die Beschäftigung, die Sinnesart, die ganze leibliche, geistige und sittliche Vergangenheit des zn bcurtheilcnden Men-

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