Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1864)
- Article
- Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
- Date
- 1864-02-01
- Page
- 150 (sequence 6)
- Language
- German
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150 Die Natur und die Bibel in der Hand übrigen Weitkörper/ und auch den übrigen Himmelskörpern die weitcvnstruireude Phantasie des Verfassers ein ebenso Wechselvoiles Leben supponircn dürfte, wie wir auf der Erde gewahren. Es ftn^ ja nur die räumlichen und zeitlichen Beziehungen der Weltkörper zu etnander, deren Regelmäßigkeit wir am HiMmelSräumgewahren; wie es auf einem dieser außerirdischen Weltkörper äussteht, mag ja nur eine ausschweifende Phantasie erträumen. Der Schluß aber von der Erdwelt. auf eine Mond- oder Saturnuswelt dürfte sich für den logischen Verstand vielleicht noch durch Analogie mehr rechtfertigen lassen, als — der Schluß von dem, was wir thatsächlich von der Erde in ihrer gegenwärtigen Gestalt kennen, auf alles das, was ein Weltsystem wie das des Herrn Radenhansen, daraus über Ursprung, Gestaltungsgrund und Gestaltungszicl der Erde und des Weltalls mit apodiktischer Zuversicht zu folgern sich erkühnt. Wie? Der Herr Berichterstatter erinnert selbst daran, daß wir von der Erde nur ihre Oberfläche kennen, und diese von uns gejj kannte Oberfläche sich zu der Masse unseres Planeten nur ungefähr wie das Häutchen eines Eies zum Eie verhält — und das Stück- . Werk von, dazu noch vielfach schwankendem und unzureichendem Wisscn von diesem Häutchen׳ in seiner gegenwärtigen^ schon gewordenen Gestalt, soll genügen, um, nach den Gesetzen des Denkens, daraus! nicht nur über den Ursprung und Grund dieses Häutchens, | nein, über Ursprung Und Grund des ganzen Plaueten-Eies und des ganzen Weltalls mit allen seinen-in unermeßlichen Räumen sich bewegenden Weltkörpern, kurz, über Ursprung und Grund der Welt ein Urthcil zu bilden? Was ist diese von uns gekannte Hautoberfläche zum ganzen uns völlig unbekannten Erdkörper selbst, was j ist dieser Etdkörper zum unermeßlichen Weltganzen, Und zu welchem! Minimum von Minimum verschwindet nun unsere Erd-Oberflächen-! Kenntniß zu der Unermeßltchkeit des Wcltganzen? — und es dürfte! ״den Gesetzen des Denkens" gemäß sein, von dieser im buchstäblichen Sinne oberflächlichen Kenntniß eines Welt-Pünktchens aus, über Ursprung und Grund der Welt und des Welt-Stoffs in alle Ewigkett rückwärts und alle Ewigkeit vorwärts Schlüsse zu ziehen? Aus Erscheinungen die wir auf und in dieser Oberfläche gewahren, aus den Kräften und Elementen, die bei gegenwärtig noch vorgehenden T Veränderungen derselben thätig sind, und der Zeit, die sie zur Herj vorbrtngung dieser Veränderungen jetzt erfordern würden, wagen