Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1864)
- Article
- Die Natur und die Bibel in der Hand der materialistischen Weltanschauung
- Date
- 1864-02-01
- Page
- 149 (sequence 5)
- Language
- German
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der materialistischen Weltanschauung. 149 ger Weltstoff" zu Grunde-so waren auch die Ursachen ihrer vollkommeneren Gestaltungen schon von Ewigkeit her in dem Weltstoff vorhanden, und es mußten demgemäß auch alle die vollkommenen Gestaltungen, die heute oder erst nach zehntausend Jahren hervortreteu werden, schon um so mehr von aller Ewigkeit her hervorgetreten sein, da nicht nur ihre Ursachen schon von aller Ewigkeit her gewesen, sondern ihnen auch bereits, nach, dem Begriffe der Ewigkeit, schon vor zehntausend Jahren eine gleichgroße Reihe von Entwickelungen vorangegangen sein müssen, als erst nach zehntausend Iahreu vorangegangen sein werden. Eine im Fortschritt der Perfektibilität sich bewegende — dem Stoffe nach von Ewigkeit her gewesene — den Grund ihrer Gestaltungen nur in sich tragende Welt, kann der Verstand nur dann fassen, wenn er zuvor allen logischen Gesetzen des Denkens den Abschied gegeben, und sich auf dem Fiedermaussittig einer träumenden Phantasie dahin bewegen läßt. Vielmehr eben die in Natur und Geschichte sich offenbarende, fortschreiiendc Entwickelung der Welt dürfte, de» nüchtern denkenden Forscher mit überzeugender Gewalt ebenso sehr auf das zeitliche Entstehen der Welt, als auf. die freie, außerweltliche Ursache ihrer Entstehung und ihrer Gestaltungen in der freien Allmacht und dem freien allmächtigen Willen eines denkenden, wollenden und mit seiner Allmacht vollbringenden, außerweltlichen Gottes hinführen. Wie steht cs aber mit dem Verhältniß der Thatsachen zu den Folgerungen aus denselben, die dieses Weltsystem als Bausteine zu seinem Aufbau benutzt? Rechtfertigen die Gesetze des Denkens die Folgerungen ans den zu Grunde gelegten Thatsachen? Der Herr Berichterstatter hat selbst gegen die vom Verfasser angenommene, Vervollkommnung anstrebendc Bewegung der: Welt eingcwendet, der Verfasser verwechsle hier Erde und Welt und übertrage die Erscheinnng einer fortschreitenden Umbildung, die, wir an der Erde gewahreu, auf das ganze außerirdische Universum, in welchem ja die Erscheinung der Himmelskörper vielmehr das entschiedene Gepräge einer unwandelbaren Stetigkeit tragen. Dieser Etuwand dürfte nicht stichhaltig sein. Der Herr Berichterstatter hat seinerseits wieder über die tellurischen Erscheinungen auf der Erdederen kosmische Stellang im Weltall übersehen und vergessen- : daß die kosmische Erscheinung der Erde im Weltenraume dieselbe Stetigkeit bietet wie die