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Jeschurun · 1863-10-01 · Heft 1 (Oktober 1863) · p. 35

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 1 (Oktober 1863)
Article
Frankreich [Nachricht]
Date
1863-10-01
Page
35 (sequence 3)
Language
German
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35 Menschen und wären sie die Schüler Rabbi Jochanan ben Sacais ist nicht im Stande das Gefühl aller aufzuwiegen. Das Consistorium zu Metz hat einen Fehler begehen können, indem es an erster Stelle einen Candidaten stellte, den die Gemeinde nicht will, wäre es aber dann nicht am 00n8i8t0ire central gewesen den Jrrthum wieder gut zu machen, und die öffentliche Meinung besser zu respektiren. Bon 1400 Wählern protest.iren 1100. Ich weiß nicht welcher von beiden größere Kühnheit beweist, das Consistorium das um irgend einer persönlichen Rücksicht zu genügen., nicht davor zurückschreckt eine Gemeinde in Konflikt mit ihrem Rabbiner zu dringen, oder der Diener der Religion, der eine Stelle annähme, die in so hohem Grade seine persönliche und moralische Würde verletzen werde. Sollte das französische Rabbinat so tief gesunken sein, daß alle Stellen gut sind, wenn sie nur einige Thaler mehr tragen." Wahrhaft traurig ist es, wie sich zuletzt die allgemeine Hoffnung auf den Cultusminister richtet, von dessen Bestätigung die endgültige Wahl abhängt. Der Cultusminister soll den gerechten Willen einer jüdischen Menge achten, den die eigenen Brüder in hierarchischer Verblendung mit Füßen treten. Dahin ist man gekommen, indem man den vom Judenthnm perhorrescirten Begriff der Geistlichkeit in das jüdische Leben der Gegenwart hineintrug und Hierarchische Centralisation die republikanische Autonomie, die, ein in der Christenheit jetzt erst angestrebtes Ziel, seit Jahrhurrderten das heiligste Prärogativ der jüdische Gemeinden bildete, zu vernichten strebt. Möge dies eine eclatante Beispiel den französischen Juden zeigen wie nahe sie daran sind zur mundtobten Sache herabzusinken. — Das Institut de France hat in seiner General-Sitzung über die Vorschläge der Academie des inscriptions et belles lettres, Herrn Oppert, einem gelehrten Juden den Preis von 20,000 Frs» für seine Arbeiten über die assyrische Sprache zuerkannt. Herr Munk membre de l’Insfcitut, unser berühmter Glaubensgenösse — fügt Univ. Jsr. hinzu — der Herrn Oppert lebhaft unterstützt und das Verdienst seiner Arbeiten gezeigt hatte, hat noch ein anderes Resultat errungen. Auf seinen Vorschlag hat die Academie für das Jahr 1865 als Preisaufgabe ein jüdisches Thema gewählt. Die Frage um welche es sich handelt, kann füglich nur von einem unserer Glaubensgenossen gelöst werden Sie lautet folgendermaßen: ״Reunir toutes 168 donnees, geographipues, topographiques ״et historiques sur la Palestine, disseminees dans 168 deux Tal- ״inuds, dans les Midraschim et dans 168 autres livres de la tra- ,jdition juive (Meghillath-taanith, Leder Olam, Siplira, Siphri, etc.) ״Prdsenter ces donndes dans un ensemble systematique, en 168 jjSoumettant a une critique approfondie et en les comparant aux

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