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Jeschurun · 1863-10-01 · Heft 1 (Oktober 1863) · p. 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1863-1864)
Issue
Heft 1 (Oktober 1863)
Article
Frankreich [Nachricht]
Date
1863-10-01
Page
36 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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36 ״donndes que renferment les Berits de Josephe, d’Eusdbe, de ״samt Jdrome et d’antres auteurs eccldsiastiques ou profanes.“ Türkei. Konstantinopel. Sir Moses Montestore hatte während seiner letzten Anwesenheit in Konstantinopel — nach dem Levant. Herald — eine Audienz beim Sultan, der ihn sehr gnädig empfing und ihm di« Fortdauer des Privilegiums in der Nähe von Jerusalem ein Terrain für seine philantropischen Zwecke, sein Hospital rc. zu besitzen, alsbald bewilligte. Anzeige n. Glaubensbrüder und Menschenfreunde! Von einem unaussprechlichen alle menschliche Vorstellungen übersteigenden Unglücke, wofür jegliches Herz, wenn noch so gehärtet, erweicht und rege werden muß, wurde unsere Gemeinde heimgesucht. Dienstag den 4. August um 3 Uhr Nachmittags erdröhnte die Sturmglocke und es erhallte der Ruf: ״Feuer!" — cs währte kaum eine Stunde, und das Vcrheerungselement nach allen Seiten und Richtungen sich verbreitend, alle Ecken und Enden der Stadt erfassend, verwandelte eine Häuserreihe von 194 Nummern der größeren und eine Uuzahl der kleineren Häufe! derart zu Staub und Asche, daß beinah' jede Spur ihres früheren Bestandes geschwunden. Unter diese Anzahl der total zerstörten und verheerten Häuser ist leider unsere ganze Judenstadt, eine 500 Seelen in sich fassende Judeuschaft zu zählen, eine Judenschaft, die eine Gemeinde bildete, welche stets zu den ersten Böhmens gerechnet werden durfte. Beinah' die sämmtliche Anzahl irrt obdachlos herum, 5 bis 6 Familien erbetteln gemeinschriftlich Unterkunft in einem beengten Raume, der sonst für eine einzige Familie kaum ausretchte, die meisten verlaufen sich in naheliegende Dvrfschastcn, ohne Nahrung, ohne Kleidung, da die Nettung eine Unmöglichkeit war, beraubt ihrer sämmtlichen Habe, ihres ganzen Vermögens, die sich sonst eines ziemlichen Wohlstandes erfrcnete. Das Gotteshaus, das vor zwei Jahren zu unserer größten Freude und Erhebung solenn eingeweihet wurde ist verwüstet, die Gemeindelokalitäten, das Schulgebäude, Wohnungen der Gemeindebeamten, wie des Kreisrabbiners, des Lehrers, Kantors und Gemeindedtencrs als Bewohnungen unkenntlich gemacht, und diese auch ihrer Archive und Büchersammlnngeu völlig beraubt. Glaubensbrüder und Menschenfreunde, nicht haben wir in unscrer tiefgcdrückten Lage in unserem schwcrbeengten Herzen der Worte hinreichende, um dieses immense Unglück nach seinem wahren Sachverhalte zu schildern, wofür es nur ein Auge, ein Herz, nicht Worte gibt, und eilet Ihr nicht herbei zu unserer Hülfe und Unterstützung und Ihr sehet eine Gemeinde schwinden aus dem Verbände der Ge-

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