Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 12 (September 1863)
- Article
- Über die beim Anlegen der Tephillin zu sprechenden berakot
- Date
- 1863-09-01
- Page
- 552 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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552. Ueber dir beim Anlegen der Stammvater Abraham die Menschheit zur Anerkennung des Einig Einzigen zu bringen; die Wahrheit zu verbreiten^ daß nicht der Zufall, nicht ein blindes Fatum sondern Gott die Welt regiert und die Geschicke der Menschen und Völker leitet. Durch diese in dem Thoraverse : ״Es sollen stehen alle Volker der Erde, daß der Name Gottes über dir genannt wird" angedeudeutete Bestimmung der Kopftephillin können wir uns auch einen Ausspruch der Mischna Megilla 246 erklären, wo es heißt : העועות תפלתו עגולה סכנה ואין בו מצוה wozu Raschi bemerkt כביצה ופאגוז• Daß daß Tephillingebot mit einem runden Gehäuse nicht erfüllt werden kann, bedarf allerdings keiner Begründung da die Quadratform הלכה למשה טטיג׳ also die einzig gesetzliche Form ist, was wir uns durch den im Talmud Jernschalmt Nedartm Abschn. III ausgcsprochenen Gedanken des? R. Schimeon ben Gamliel erklären können, ״ .אין מרובע מששת ימי בראשיתEs existirt kein Geschöpf, das in wirklicher Quadratform geschaffen wurde", אין לך ברי׳ בעולם שנברא מהובע ממש ברבוע הישר, sagt R. Mosche Margolit in פגי משה z. St. Dieser Ausspruch des R- Schimeon b. Gamliel führt uns zu der Annahme, daß darum, weil die von der Natur gestalteten Organismen nicht die Quadratform haben, gerade darum die Tephtllin, welche uns an die über der Natur stehende, die Natur beherrschende Vorsehung Gottes, an das von dem Gange der Natur unabhängige Geschick Jisraels erinnern, genau in der den Naturorganismen nicht zukommenden Quadratform hergestellt sein sollen. Aber eben, weil die Quadratsorm der Tephillingehäuse und ihrer Basis nach Menachot 35 a. zu jenen Bestimmungen, gehört, die Mosche am Sinai von Gott überliefert wurden, hiemit also jede andere Form schon von selbst ausgeschlossen ist: muß es befremden, daß in der Mischna doch noch ausdrücklich gegen die runde Form gewarnt wird. Der Grund hierfür scheint darauf zu beruhen, daß die Kugelsorm bekanntlich als Symbol für den Kreislauf des Geschickes betrachtet wird; (m. vgl. hierüber Baba bathra 16 b-, Raschi zu 1. B. M. 25, 30; Schulchan Aruch Orach Chajim 552, 5 und 476, 2). In diesem Kreisläufe suchen die, welche die göttliche Weltlenkung leugnen, den einzigen Grund aller historischen Ereignisse; Steg und Niederlage, Blüthe und Untergang, Erhebung und Sturz der Nationen werden dieser Anschauung nach nicht von der gottlt-