Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 12 (September 1863)
- Article
- Über die beim Anlegen der Tephillin zu sprechenden berakot
- Date
- 1863-09-01
- Page
- 550 (sequence 8)
- Language
- German
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550 Ke-er die beim Anlegen der Dezisionו ׳ des R. Tarn in jedem Falle über die Kopftephillin die besondere Beracha v"p zu sprechen. Vielleicht hatte auch R. Scheschet bei seinem Schabbath 116 b. mitgctheilten Wunsche חיתי לי דקיימית תפילין OW. ״Möge mir ein Lohn dafür zu Theil werden, daß ich :מצות חפלין erfüllte," seine Beherzigung jener besonderen den Kopftephillin zu Grunde liegenden Absicht im Auge, um derentwillen unserer obigen Auseinandersetzung gemäß die besondere Beracha תפילין YW על festgesetzt wurde. - Ein zweiter Vorzug, den׳ die Kopftephillin vor den Handtephillin haben, ist uns Menachot 37 b. angedeutet, wo der Schrift- Vers והי' לך לאות erklärt wird ״ לך לאות ולא לאחרי׳ לאוסes sei dir aber nicht Anderen zum Zeichen," woraus ersichtlich ist, daß der Zweck der Handtephillin darin besteht, nur dem sie Anlegenden als Zeichen zu dienen, weßhalb sie nicht offen getragen werden. Anders aber verhält es sich mit den Kopftephillin in Bezug auf die es, wie von!"ר zu פ' הקורא את המגילה im Namen des רשב״א ausdrücklich bemerkt wird, gerade gesetzliche Vorschrift ist, daß sie auch von Anderen gesehen werden. (בשל יד לא אסרו ליתן אותם ע״ג א ונקל י אלא משום דכתיב בהו לך לאות ואלו חפילין^שבראש אדרבה כחוב בהו וראו כל עמי הארץ וגו' כדאמרי' בעלמא אלו תפילין שבראש). Hierauf weist auch die zweite Erklärung in Tosaphot zu Menachot 34 ד״ה לטוטפות hin, nach der in ג!וםפת der Begriff des Sehens לשון הבתה ausgefprochen ist, das sich hier nur auf das Sehen Anderer beziehen kann. Demgemäß deutet das Wort טוטפת aus den Vorzug hin, den die Kopftephillin dadurch haben, daß sie nicht wie die Handtephillin blos dem sie Anlegenden sondern auch Anderen als Zeichen dienen sollen; und eben diese zweifache Bestimmung der Kopftephillin, sowohl von dem sic Anlcgcnden als Erinnerungszeichen erfaßt zu werden (}זכרו), als auch von Anderen gesehen und begriffen zu werden (טוטפת), mag auch ein Grund dafür sein, daß unsere Weisen für dieselbe zwei Berachot festsetzten. Der Ausdruck זכרון weist demnach darauf hin, daß der die Kopftephilliu Anlcgcnde sich hiedurch die Wohlthat vergegenwärtigen soll, die uns Gott durch die Befreiung aus Mizrajim erwiesen, Seine Macht und Einheit erkennen, und in der opferwilligen, hingebungsvollen, nnbcd'ngten Erfüllung der göttlichen Gesetze die Bestimmung und Aufgabe seines Lebens erblicken soll. Doch dürfen wir nicht glauben, daß wir das Ziel unseres Daseins schon