Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 12 (September 1863)
- Article
- Elul
- Date
- 1863-09-01
- Page
- 540 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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540 Einleitung zum Jesata«. Jesaiar und seine Wrlt. in die große Gotteswelt zwischen Himmel und Erde einfügen, und den, iy ihm seine Stütze suchenden, Menschenstreben gewährt Gott diese Stütze und bereitet ihm Innern und äußern Friedeil. Nur dem gerechten, pfltchtgetreuen, Gott vertrauenden Volke gehört Me^ Süfmift wnb % ' |>e(l. 9iut i^nt dem גוי צדיק שומר אמונים öffnen sich die Pforten der Gottes Stadt, אמן aber, so spricht sich der Grundcharakter der dann aufblühenden Menschen aus, אמן, der sich fest der Leitung Gottes Hingebcnde, der nicht nur glaubt das Gotteswort, sondern sich fest an dasselbe hält, es in sich aufnimmt und sich von ihm erziehen und bilden und führen und leiten läßt, der in Gott seinen אומן, seinen Erzieher erkennt und ihm als אמן, als treu folgender und gehörchender Zögling angehört. ״Wer dann sich auf Erden segnen will", heißt es [״ [64 ״holt sich den Segen im Gotte des אמן, und wer auf Erden schwören will schwört beim Gotte des אמן; denn es sind für T>en die alten Nothzustände völlig vergessen und sie sind Gottes Augenmerk nicht Mehr, ssind nicht mehr die Mittel der Vorsehung zur Erziehung der Menschheit.; Denn Gott schaffet neue Himmel und eine neue Erde, so daß die bis dahin Gewesenen selbst aus der Erinnerung schwinden und selbst der Vorstellung sich nicht mehr darbieten. Vielmehr, ״freuet euch und seid heiter", das ist's was ich schaffe, spricht Gott, denn ich schasse Jerusalem zur Wonne und sein Volk zur Freude. Ich freue mich mit Jerusalem, freue mich mit meinem Volke, darum wird kein Weinen und kein Geschrei mehr dort gehört. Kein Kind an Tagen scheidet mehr von dort, und auch kein früh Gealteter, der seine Tage nicht ausgelebt. Wer zu hundert Jahren stirbt ist als Jüngling gestorben, und Fluch des Sünders wär's zu hundert Iahren zu sterben. Sie bauen Häuser und bewohnen sie, sie pflanzen Weinberge und genießen ihre Frucht. Sie bauen nicht und ein Anderer bewohnt's, sie pflanzen nicht und ein anderer genießet'ö; denn wie des Baumes Tage sind die Tage meines Volkes und ihrer Hände Werk überdauern meine Erwählten. Sie mühen sich nicht mehr vergebens und gebären nicht mehr zum Schrecken, denn sie sind die Saat Gottgesegneter und ihre Kindeskinder blühen neben ihnen auf. Bevor sie rufen antworte ich Ihnen, noch sprechen sie und ich höre schon. Wolf, und Lamm weiden zusammen, der Löwe frißt Heu wie