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Jeschurun · 1863-09-01 · Heft 12 (September 1863) · p. 541

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 12 (September 1863)
Article
Elul
Date
1863-09-01
Page
541 (sequence 15)
Language
German
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, XII. Die jüdische Welt. Die Geula. 541 das Rind und die Schlange begnügt sich mit Staub zu ihrer Speise, keine Bosheit, kein Verderben übt man auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht Gott." So geht mit der sittlichen Umwandlung des Menschen die Um-! Wandlung der socialen und physischen Welt Hand in Hand, und wie mit dem Ungehorsam gegen den göttlichen Willen das sociale und das physische Uebel eingezogen und, wie uns das Buch der Gottes- Offenbarungen lehrt, wachsenden Schritt mit dem wachsenden Abfall vom Gottes Gesetze gehalten, so fliehen diese Uebel mit der Rückkehr der Menschen zu Gott, nur durch unsere eigene sittliche Umwandlung besiegen wir die äußeren Uebel der Welt, und nur dem zur GotteS-Treue zurückkehrenden Menschen blühet das Paradies auf Erden aufs Neue. Wenn aber, wie wir gesehen, das auf dem ureignen Boden zum Gottesstaate des göttlichen Gesetzes wieder gesammelte Israel mit dem Beispiel seiner Gottestreuc und dem daraus aufblühenden, allseitigen Heile der weithin leuchtende Pharus wird, der die Völker zu gleicher Gottestreue und gleichem Heile ladet, so ist es in Israel ein Sprosse aus dem Davtdstamme, in welchem dieser Geist der Gotteserkcnntniß und der Gottestreue seine höchste Blüthe und Entfaltung gewinnt, und das Gotteswerkzeug wird für die geistige und sittliche Umwandlung Zsraels und der Menschheit. ״Es tritt" [״ [11 ״ein Reis hervor aus dem abgehauenen Jsai's Stamm und eine Knospe wächst von dessen Wurzeln auf zur Frucht, und auf ihm ruht der Gottesgeist, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rathes und der Thatkraft, der Geist der Erkenntniß und der Gottesfurcht, und der durchgeistigt ihn mit Gottesfurcht. Er urtheilt nicht nach dem was seine Augen sehen, und' nicht nach dem was seine Ohren hören weist er zurecht. [gt «ccomodtrt sei» Urthcil nicht nach den bestehenden Verhältnissen und den herrschenden Ansichten der W-lt-i Er tritt mit dem Gottesrecht für die Armen auf und weist in Geradheit die Bescheidenen der Erde zurecht, er schlägt aber die Erde mit seines Mundes Stab und tödtet mit dem Geist seiner Lippen den Bösen. Es ist das Gottesrecht der Gurt seiner Lenden und die Gottestreue der Gürtel seiner Hüfte. Es weilt dann der Wolf neben dem Schafe, der Leopard weidet mit dem Böckchen,

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