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Jeschurun · 1863-09-01 · Heft 12 (September 1863) · p. 539

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 12 (September 1863)
Article
Elul
Date
1863-09-01
Page
539 (sequence 13)
Language
German
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539 XU. Die jüdische Welt. Die Geula. das jene Gestaltung menschlicher Dinge, deren Geheimniß das Zukunftslred im Lande Juda [26. ״] also auSspricht: Unüberwindlich ist unsere Stadt Gottes Hilfe setzt sie als Wall und Mauer [עיר masc. als prägnanterer Ausdruck der Selbständigkeit.^ Oeffnet die Thore, daß einziehe ein gerechtes Volk, wahrend die Treue! Den Beistand suchenden Menschensinn bewahrst du mitFrieden, Frieden, Weil er dir vertrauet! Vertrauet auf Gott bis zum äußersten Ziel Denn in Gott, in Gott liegt der Fels der Zeiten! יצר םמוך, das ist das Geheimniß der Zukunft. Die ganze bis dahin sich abrollende Geschichte der Menschheit ist die Geschichte des יצר סומך, des sich selbst als Stütze und Hebel, als Träger und Beweger der Menschenwelt setzenden Menschenstnnes. Es gehört die ganze aus Jammer und Elend, aus gebrochenen Herzen und gebrochenen Thronen sich erbauende Erfahrung von Geschichtsjahrtausenden dazu, um den Menschensinn für die Ueberzeugung vorzubereiten, daß der Menschengeist mit allem Großen und Herrlichen, das ihm innewohnt, nicht zum herrenlosen Meister, sondern zum ersten Diener zwischen Himmel und Erden bestimmt sei. Himmel und Erde begraben das sterbliche Geschöpf mit seinen stolzesten Plänen, wenn es sich vermißt Himmel und Erde den Gesetzen seiner Willkür, seiner Laune und Leidenschaft unterthan Machen zu wollen, wenn es sich als den Bestimmer seiner Thaten und als den Schöpfer feines Schicksals vergöttert. Erst wenn es seine Welt als Gottes Welt und sich als Gottes Geschöpf und Dienet begreift, seine Weisheit in die Erkenntniß und Anerkenntuiß der Gesetze seines Schöpfers und Herrn, seine Seligkeit und Größe in deren Erfüllung setzet, nur die eine Aufgabe kennt, im Dienste Gottes seine Pflicht zu thun und alles, alles Andere sonst, Mittel und Gelingen dieses Pflichtlebens nur von Gott erwartet, — erst dann, wenn es für sein יצר, für sein Gedanken und That gestaltendes Menschenwirken nicht die Herrschaft, sondern die Stütze in Gott sucht, erst dann wird es sich harmonisch

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