Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 11 (August 1863)
- Article
- Über die beim Anlegen der Tephillin zu sprechenden berakot
- Date
- 1863-08-01
- Page
- 498 (sequence 10)
- Language
- German
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498 Uebcr die beim Anlegen der sehung erinnern, und auf die uns gewordene Auszeichnung, Gottes Priestervolk zu sein, Hinweisen, und so zur beständigen Freude darüber auffordern, durch Erfüllung seines Gesetzes uns seiner Liebe würdig machen und den Zweck unseres Daseins erreichen zu können, Ohne Zweifel beruhen hierauf auch die Worte Maimonidesin ״ יהל' לולב פ״ח הל' ט״וDie Freude über die Ausübung der gött- ״lichen Gebote und über Liebe Gottes ist ein höchst wichtiger Got- ״tesdienst, und Jeder, der sich dieser Freude enthält, macht sich straf- ״würdig, da es heißt: ״Weil du Gott deinem Herrn nicht gedient ״״hast mit Freude und fröhlichem Herzen'"'. (5. B. M. 28, 47.) Diese Freude wird, wie מגיד משנה z. St. bemerkt, dadurch hervorgerufen, daß man erwägt: כי לכך נוער לשמש את קונו וכשהוא עושה מה שנברא בשבילו ישמח ויגיל לפי ששמחת שאר הדברים תלוי' ברברי׳ בטלים שאינן קיימים אבל השמחה בעשיית המעו׳ .ובלמידת התורה והחכמה היא יהשמחה האמיתית Die Freude über die Gefetzeserfüllung beruht also daraus, daß wir nur dazu geschaffen sind, um unserem Schöpfer zu dienen, und man nur darüber sich wahrhaft freuen kann, daß man das ausübt, um dessentwillen man geschaffen ist, indem jede sonstige Freude sich nur aus Vergängliches beziehen kann, und nur die Freude über die Ausübung der göttlichen Gebote und über die Aneignung von Thorakenntniß und Weisheit eine wahre, dauernde Freude ist. Durch diese Worte des מ''מ, welche unsere Erörterung der oben erwähnten Midraschstclle in פ׳ בא bestätigen, erschließt sich uns auch der Sinn des Schabbath 108 a. mitgetheilten Ausspruches : אין כותבין ׳תפילין על עור בהמה טמאה דכתי' למען תהי׳ תורת ד' בפיך מדבר המותר בפיך ״Man darf die Tephillin nicht auf der Haut eines für uns unrei- ״neu Thieres schreiben, weil nach 2. B. M. 13, 9 der Zweck der ״Tephillin darin besteht ״damit Gottes Lehre in deinem Munde sei"; ״darum müssen die Tephillin von deinem Munde erlaubten Stoffen ״fein." Daß diese Bestimmung מן המותר בפיך in dem oben angeführten Schriftvcrse angedeutet sein soll, war, wie' wir ם' המנהיג הל' תפילין entnehmen, bereits R. Abraham Jbn Jarchi darum ausfallend, weil der Thoraabschnitt 2. B. M. 13 in Mtzrajim geosfenbart wurde, wo unsere Vorfahren noch keinen Unterschied zwischen