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Jeschurun · 1863-08-01 · Heft 11 (August 1863) · p. 499

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 11 (August 1863)
Article
Über die beim Anlegen der Tephillin zu sprechenden berakot
Date
1863-08-01
Page
499 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Tcphillin zu sprechenden 499 כרכות reinen und unreinen Thieren kannten 'כשנאמרה פרשח תפילין במצרי ׳היחה שוה להם בהמה טמאה כטהורה sagt Jbn Jarchi; wie läßt sich daher annehmen, daß unsere Vorfahren zu einer Zeit, zu der sie von den verbotenen Thieren noch gar kein Bewußtsein hatten, auf das מותר כפיך hingewiesen wurden? Indessen aus den oben angeführten Worten des מניר משנה sehen wir, daß die Vollständigkeit unserer Pflichterfüllung davon abhängt, daß wir den Gehorsam gegen Gottes Gesetz als den Zweck unseres Daseins betrachten, und daß wir darum über unsere Erfüllung des Gesetzes uns zu freuen haben, weil die Ausübung der göttlichen Gebote das Einzige ist, wodurch wir das Ziel unseres Lebens zu erreichen im Stande sind. Diese Wahrheit wird uns, wie aus unseren obigen Erörterungen hervorgeht, insbesondere durch das Tephilltngebot zu beständigem Bewußtsein geführt, das uns fortwährend daran erinnern soll, daß wir mit unserem ganzen Herzen, mit unserer ganzen That-und Willenskraft, bei und mit allen unseren verschiedenartigen Thätigleiten die Erfüllung des göttlichen Willens beabsichtigen, und uns zum Ziele setzen sollen, wie Bar Kapara lehrt, indem er Berachot 63 a. sagt: איזוהי פרשה קטנה שכל גופי התורה חלוין בה בכל דרכיך ״ •דעהוWelches ist der kleine Abschnitt, von dem der ganze Inhalt ״des Gesetzes abhängt? Der Ausspruch: ״Auf allen deinen Wc- ״gen erkenne ihn"" (Spr. 3, 6); d. h. die Erfüllung unserer Lebensaufgabe hängt davon ab, daß wir aus allen unseren Wegen, auch bei jenen Handlungen, die einzig und allein durch unsere körperlichen Bedürfnisse hervorgernsen sind, Gottes Willen vor Augen haben, nach dem wir zu unserer Selbsterhaltung verpflichtet sind, und dadurch, daß wir durch jene Thätigkeiten, die in unserer sinnlichen Natur wurzeln, zur ferneren Erfüllung des göttlichen Willens uns zu erhalten suchen, dadurch können alle unsere Wege, alle unsere Handlungen zu einem Gottesdienste im höchsten und reinsten Sinne des Wortes werden, wie es Maimonides in 'הל' רעות פרק נ הל׳ ב' נ׳ auseinandersetzt, indem er sagt, daß alle unsere Handlunacn auf der Absicht der Gottcsverehrung berulhen sollen, was dadurch möglich ist, daß man, wenn man Geschäfte macht oder eine Arbeit um Lohn verrichtet, hiermit nicht blos die Absicht haben soll, sich Vermögen zu sammeln, sondern den Erwerb nur als Mittel

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