Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 11 (August 1863)
- Article
- Aw
- Date
- 1863-08-01
- Page
- 483 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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483 XI. Die jüdische Welt. Das Galuth. Unthier, und erscheinen den Völkern vom Gotteszorn erfüllt, vom Vorwurf seines Gottes, ״bücke dich, daß wir hknüberschreiten!" Herrschen ihm seine Peiniger zu, und zum Fußboden macht es seinen Nucken, zur Gasse für jeden Waller! So sind sie [82 ״] — vom Standpunkt der Völker — ihnen umsonst prcisgegeben und werden grundlos von ihneir gedrückt, und dabei!'משליו יהילילו נאם ד, sprechen seine Beherrscher mit heuchlerisch klagender Gebärde: es ist ja Gottes Spruch! Wir vollbringen ja nur das Gottesvcrhängniß! Gott will es ja, daß das jüdische Volk gedrückt und geplagt werde! und Gottes heiliger Name wird zur Beschönigung des Unmenschltchen mißbraucht, והמיה כל היום שמי מנאק — Alle Manns- und Menschen-Wnrde hat es in der Erscheinung eingebüßt — משהה מאיש מראהו ותארו מכני אהם — ist [53 ״] wie eine Wurzel aus dürrem Boden ohne Gestalt und Ansehen, die Völker finden nichts an ihm das sie zu ihm hinzöge, cs ist verachtet, von Menschen anfgegeben, ist ihnen ein Wesen der Plage und von allem Siecbthnm heimgesucht, und als hätte Gott sein Antlitz von ihm entzogen wurde es verachtet und für Nichts geachtet. Nbd es hat doch nur die von Menschen bereitete Krankheit zu tragen, nur die von Menschen verhängten Leiden zu dulden — und sie glauben es von Gottesfinger berührt, von Gott geschlagen und gepeinigt! — — Und doch fזרע קרש מצבתה [8 ״, und doch bleibt unverwüstliche Saat künftigen Heiligthums sein Stamm, und doch ist es nur dürres Geäste und welkes Laub, was der Sturm der Zeiten von ihm abwirft, still und nächtig, von Menschenauge ungeschaut und unbeachtet erstarkt der Keim im Innern um so reiner, um so voller; es findet fשופטיך ככראשנה ויועציך כהההלה [1 ״, cs findet wie in den ersten Zeiten seiner geschichtlichen Gänge feine ״Richter und Näthe", seine Lehrer und Pfleger im Galuth ungetragen von anßerer Macht und äußern: Glanze und eben darum um so tiefer hineinwirkend, weil nur von der Wahrheit des Erkennens und der Reinheit des Wollens getragen; sie sind [30 ״] das Brod für die Noth und das Wasser für den Druck, die Erhaltung und Frische, die Gott in seiner Gnade ihm für die Zeiten der Noth und des Druckes bereitet, nicht mehr sind die Lehrer und Leiter des Volkes durch staatliche Macht und Hoheit dem Volke unzugänglich.in eine höhere Schicht entrückt, ״Nichts", heißt cs dort, ״entrückt dir mehr