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Jeschurun · 1863-06-01 · Heft 9 (Juni 1863) · p. 421

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 9 (Juni 1863)
Article
Über die beim Anlegen der Tephillin zu sprechenden berakot
Date
1863-06-01
Page
421 (sequence 16)
Language
German
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NchhM« zu sprechenden 421 deren Richtungen unserer Körper- und Getstesthätigkeit zu dieney haben, und in der auch das Ziel aller Erkenntnis liegt: darum ist durch das in der Nähe des Herzens, deck Sitze des Willens, zu geschehende Anlegen der Handtephillin die Uebernahme unserer iÄ unbedingten Gehorsame gegen das Gottesgesetz liegenden Aufgabe bereits vollzogen, und ist die im Anlegen der Kopftephillin sich kundgebende Weihe der Erkenn tniß ein aus der Weihe zur That hervorgehendes, dieselbe vervollständigendes Resultat; und darum nennt Nascht das Anlegen der Kopftephillin einen ונמו־ המצו׳, weil der durch die Kopftephillin zu erreichende Zweck ebenfalls auf der Weihe zur That beruht, die in den Kopftephillin liegende Weihe der Erkenntntß nur als die nothwendige Vervollkommnung, als der גמרי der durch die Handtephtllin sich manifestirenden Weihe zur That zu betrachten ist. Und da demgemäß die Erkenntniß das Mittel zur richtigcn Erfüllung sein, aus der Wethe der That hervorgehen und zu derselben führen soll: darum ist nach Raschi für die Kopftephillin, wenn sie ohne Unterbrechung nach den Handtephillin angelegt werden, keine besondere Beracha erforderlich, und hat man nur dann, wenn in Folge einer stattgefundene Unterbrechung in dem Anlegen der Kopftephillin nicht eine Fortsetzung sondern eine Erneuerung der durch das Anbinden der Handtephtllin sich kundgebendett Unterwerfung unter das Gottesgesetz liegt, auch über erstere eine besondere Beracha zu sprechen. Uebrigens läßt sich die Auffaffung Raschi's auch noch durch eine Bemerkung des R. Mosche ben Nachman erklären, der in ס' האמונה והבטחון Kap. 22 die Bestimmung, daß man die Handtephtllin vor den Kopftephillin anlegen und nach denselben abnehmen soll, auch damit begründet, daß in den Handtephillin das ״Zetchen", in den Kopftephillin aber die ״Erinnerung" liegt, die von dem Zeichen hervorgerufen wird, wie es heißt: ״Es sei zum Zei- ״chen an deiner Hand und zur Erinnerung zwischen deinen Augen." ״Da nun die Erinnerung", sagt R. Mosche b. Nachman, ״durch ״das Zeichen, nicht aber das Zeichen durch die Erinnerung veran- ״laßt wird, darum soll das Zeichen sowohl vor dem Anlegen als j ״während des Abnehmens der Kopftephillin angelegt sein; denn j ״worin soll die Erinnerung bestehen, wenn kein Zeichen ist? Darum 87

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