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Jeschurun · 1863-06-01 · Heft 9 (Juni 1863) · p. 396

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 9 (Juni 1863)
Article
Siwan
Date
1863-06-01
Page
396 (sequence 8)
Language
German
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396 Einleitung zum ZesataS. ZesaiaS und seine Welt. Was soll ich nun sagen, wie Er mir verheißen und es erfüllt^ hat! Alle meine Lebensjahre werde ich fröhlich mich erheben über das Bittere, das meine Seele gekostet. Gott befiehl übcr^) sie (meine Jahre) daß sie leben, und Allem, was durch fie wird^), das Leben meines Geistes; löstest du mich gesunden so lasse mich leben! Zum Höchsten Heile ist mir ja so Bitteres geworden, du hast meine Seele von der Vernichtung zurückgehalten, indem du alle meine Sunden hinter deinen Rucken warfst! Denn nicht das Grab danket dir, der Tod spricht deinen Ruhm nicht aus, nicht harren die in feie Gruft Steigenden deiner Wahrheit entgegen; der Lebende, Lebende, der kann dir danken wie ich heute, kann als Vater den Kindern den Weg weisen zu deiner Wahrheit! Gott! Bleibe mir zu Hilfe, so werden wir so lange wir leben meine Lieder von^) dem Hause Gottes fingen!" — So war Chiskija Wiederhersteller und Retter des jüdischen Gotteshciligthnms für seine, damit aber׳ auch für alle Zeit; denn eben durch ihn erstarkte das Schcerith zu jenem Bewußtsein und jener hingebungsvollen Energie, die das Judenthum über die Trümmer des Staates hinausrettete und am Grabe des jüdischen Staates die ewige Auferstehung des jüdischen Gesetzes feierte. Denn wie glänzend und wahrhaft rettend Chiskija's Erscheinung sich für die Erhaltung des Gcsetzeshciligthums auch bewährte, der Staat war nicht zu retten. Selbst in Chiskija war die Idee eines jüdischen Königs nicht zur vollen Reinheit und Klarheit gediehen, und selbst in Chiskija stand der König dem Juden im Wege. Das sollte ihm sogar bald nach seiner Wiedcrgenesung zur Selbstcrkenntniß werden, als der König von Babylon ihm zu diesem glücklichen und weithin leuchtenden Ereignisse Bcglückwi'mschungsschreiben und Geschenke durch seine Gesandten schickte. Diese Gesandtschaft machte Aussehen, וישמע ncs Lebens verkündet war. — 7. עשקה לי d. t. עשקר, אח אשר לי, versage, entziehe mir alles mir Gewordene und Verheißene, Alles, woraus du mir durch deine Güte einen Anspruch verliehen, daher עשק, das so seine Härte verlöre. Nur laß mich persönlich nicht verloren gehen, nimm mich zu dir! — 8. masc. wie *שנים אשך תאמר אין לי בהם חפץ. Koheleth 12, 1. — 9. פחן, weiblich, die Jahre als die Mütter alles dem Menschen Werdenden begriffen; Allem, was ich von dm mir noch geschenkten Jahren erwarte, sei meines Geistes Leben Zweck und Ziel.

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