Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1863)
- Article
- Ijar
- Date
- 1863-05-01
- Page
- 350 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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ר 350 Einleitung jtttn JesaiaS. JesaiaS und seine Welt. wird eben durch dasselbe unantastbar über alle Wechselfälle des Geschicks und über alle Feindseligkeiten der Menschen empor- und hinausgehobcn, oder es erfüllt seine Bestimmung nicht und geht dann eben durch diese Bestimmung unrettbar verloren. Eben weil Israel urwüchsig kein Land, keinen Boden, keine Macht hat und in seiner ganzen nationalen Erziehung darauf hingewtesen ist, Land und Boden, Industrie und Nationalmacht nicht gegen alles Andere rücksichtslos für die eigene Vergrößerung und Selbstständigkeit auszubeuten, weil z. B. seine Gesetze selbst, wie die Wochen- und Iahres-Sabbathe in weitester Ausladung eben dieser Selbsterhaltung und Selbftvergrößerung in Agricultur und Verkehr geradezu hemmend und hindernd entgeg entreten, eben darum konnte der Gesetzgeber, Jecheskecl 29, 25 sie selbst חוקים לא טובים ומשפטים בל יחיו בהם nennen; sie find vom Standpunkt materieller Selbsterhaltungs- und Selbstvergrößerungs-Politik nicht politisch klug, sie sind, wie die ganze göttliche Institution, wie ja sogar die jüdische Crtminal-Justiz des Judenthums nur für ein Volk berechnet, daß sich rückhaltlos den Fittigen der göttlichen Wallung dahingiebt, das mit all seinem Thun nur säen und den Segen und die Vollendung von Oben erwarten will; sie sind aber eben darum'Steine des Anstoßes, Hemmniß und Htnderniß, wenn Israel den anderen Menschen und Völkern gleich auf eigenen Füßen stehen, und Gott und das Göttliche höchstens für's Jenseits vertrösten, im concreten irdischen Diesseits aber ohne Gott seinen Weg beginnen und enden will. Ja die nationale. Bestimmung selbst wird Israels Fall, wenn Israel es verschmäht diese Bestimmung auf dem ihm einzig möglichen Wege der treuen Gesetzerfüllung zu verwirklichen, und es eine nationale Größe auf einem andern Wege anstrcbt, wozu ihm von vornherein alle und jede Bedingung versagt ist. צור תעודה חתום תורה בלמודי lautet daher die Aufgabe für jedes שארית ישראל, für jede Kern bildende Minorität in jeder Zeit der Ungunst der תורה, wo die Strömung der Mehrzahl dahingeht, die jüdische Bestimmung zu verläugnen und in Verruf zu bringen und das jüdische Gesetz zu fälschen und zu altertren, wo es somit gilt, diese Bestimmung und dieses Gesetz lebendig und ungetrübt für das Bewußtsein eines besseren, künftigen Geschlechtes zu erhalten. ,צור תעודד, sei es von נצר oder von צרר, das für Israel gött-