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Jeschurun · 1863-05-01 · Heft 8 (Mai 1863) · p. 348

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 8 (Mai 1863)
Article
Ijar
Date
1863-05-01
Page
348 (sequence 8)
Language
German
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348 Einleitung zum ZesataS. Jesaias und seine Welt, well der für des Volkes Wohl und Weh so entscheidende Charakter der Fürsten in erster Linie dem leiblichen und sittlichen Einflüsse der Mütter zu verdanken war. So blühte im Stillen in Achas Hause selbst der einstige Rächer seiner Reformen heran und sein Thronfolger sollte das treueste Glied jenes bescheidenen aber festen ״Restes" sein, der sich um das Prophetenwort und den Prophetengetst schaarte. Wie Chiskija's Mutter durch den Namen Ammanuel, den sie ihrem Sohn gab, die Zuversicht anszusprechen hatte, dass Aram und Samarien und die Beide verschlingende Assyrische Macht an dem Gott zu Schanden werden würde, dem der treue Kern in Zuda unwandelbar treu geblieben, und ihres Jmmanuel's Reich einst der ״Flügelsturz" Aschur's sein sollte, so waren auch die übrigen Momente des judäischen Geschicks durch die Namen zweier Kinder des Propheten lebendig vergegenwärtigt. Mäher Schalal hieß der Eine, Schear Aaschub der Andere. Jener erinnerte, daß die ״Beute selbst die Plünderung beschleunigt", oder wie dies der Prophet ausdrückt ״es wird nur das verbrannt, was schon ohnehin des Feuers Speise ist", es vergeht nur das Vergängliche, es wird nur ver-!richtet, was ohnehin kein besseres Loos verdient. Dieser aber verkündete Zwiefaches: daß nur Schear Aaschub, daß aber trotzdem Schear Aaschub. Auf die Umkehr der abgefallenen Majorität rechnet nicht Gott, vielmehr (Cap. 10, 21) ״ ,שאר ישובnur ein Rest wird umkehren ein Rest Jakob's (eines keineswegs in materieller Größe glanzenden Volkes) zum starken Gott. Denn wenn auch dein Volk Israel zahlreich wie des Meeres Sand sein wird, nur ein Rest wird zu ihm zurückkehren; denn das Verderben ist scharf, schwemmt alle Milde fort." Aber dieser שאר bleibt dennoch unverlierbar Gott, und eben um dieses שאר willen bleibt Gott noch im Bunde mit Juda und offenbart durch den Wundersturz des mächtigen Assyriens auf Juda's winzigem Boden Seine Gegenwart und Seine Macht. Diesem שאר ward Chisktja geboren, ihm ward dieser Fürstensohn geschenkt, er sollte durch Chisktja zu jener innerlichen Kraft erstarken, dessen er bedurfte um einst nach dem wirklichen Zusammensturz des judäischen Staates im Lande des Erileö selbst eine solche Blüthe des göttlichen Gesetzes zu pflegen, daß von dort aus auch auf dem heimischen judäischen Boden dem Baum des Gesetzes eine neue Pflanzstätte werden konnte. Diesen Sohn Schear-Jaschub sollte der

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