Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1863-05-01 · Heft 8 (Mai 1863) · p. 347

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 8 (Mai 1863)
Article
Ijar
Date
1863-05-01
Page
347 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2932754-2932919-2932928-2947891--08240-2947933
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

VIII. Die jüdische Welt. l>. Israels Wirklichkeit. 347 erste Mal verfuhr er noch leicht, es galt nur Sebulunö Land und Naftalis Land, allein das letzte Mal traf er schon schwerer, den ganzen Meeresstrich, das linksjordanische Land, Galilea — dies Volk aber (dem die göttliche Verheißung geworden( auch während sie mitten in dem Dunkel wandeln haben sie ein großes Licht gesehen, und auch während sie in todumschatteten Lande wohnen ging ein Licht über sie auf. Diesem Volke hast du Blüthe, ihm große Freude bereitet; sie freuen sich bereits vor dir, wie andere sich freuen in der Erndte, wie sie sich freuen wenn sie Beute verthcilen. Denn das Joch feiner Last, den Stab seiner Schulter, den Stock seines Treibens hast du gebrochen wie am Midjams Tage (Richter 7). Wenn auch alles heransturmende wüthend heranstürmt und das Gewand in Blut gewälzt ist, so wird doch nur verbrannt was ohnehin des Feuers Fraß war. Denn ein Kind ist uns geboren, uns ein Sohn geschenkt worden, auf dessen Schulter die Herrschaft ward und dessen Namen bereits der Wunder berathende allmächtige Gott, der Vater der Ewigkeit, der Fürst des Friedens genannt hat! Auf, daß endlich ans Davids Thron und über sein Reich ein Mehrer der Herrschaft und unendlicher Friede komme, das Reich durch Recht und Pflicht zu festigen und zu kräftigen, wird, von jetzt in alle Zukunft hin, Gott 'צבאו dieses vollbringen!" — Dieses Kind aber, dessen Geburt dem Achas in dem Augenblick verkündet ward, als er zitternd vor Erdenmacht Gott heuchlerisch verleugnete, das Kind, welches ein Träger der besseren Zukunft worden, das, wie der Prophet sagt, uns geboren, uns geschenkt, denen geboren und geschenkt war, die im Gegensatz zu Achas und seiner Richtung sich an die Lehre und das Zeugntß hielten und beide für eine treuere, bessere Zukunft bewahrten, dieses Kind, dieser Fürstensohn war Chisktja, und die Mutter, die einen solchen Sohn einem Achas gebären und die ihn darum Immanuel nennen konnte, war Äwi, die Tochter des Secharja, vielleicht eben jenes Secharja S. Jeberechja, den Gott sich zum Zeugen seiner Verheißungen bestellte, und die vielleicht in seltener Bedeutsamkeit Awt, אבי, heißt, indem sic mit männlichem Geiste bei ihrem Kinde Vater- und Mutterstelle vertreten und einen Sohn des Achas ״uns" gebären und erziehen konnte. Unterläßt ja ohnehin das göttliche Wort selten uns auch di? Mutter der Könige Juda'ö zu nenne», wohl,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.