Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1863)
- Article
- Ijar
- Date
- 1863-05-01
- Page
- 345 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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VIII. Die jüdische Welt. b. Israels Wirklichkeit. 345 einfachen Besitze seinen Segen geben, ״er wird so viel Milch gewinncn, daß er sich von Nahm nähren wird, denn von Rahm nvd Hvnig wird sich Jeder nähren, der im Lande übrig bleibt. Freilich, alle jene Güter, wo sonst tausend Weinstöcke um tausend Silber? stücke zu stehen Pflegten, die werden den Dornen und Disteln wer? den, nur mit Pfeil und Bogen wagt man sich dahin; denn zu Dorn Und Distel wird das ganze Land werden", die Güter der Reichen und Neppigen, die ״Haus an Haus, Acker an Acker rückten, als ob sie allein im Lande wohnen bleiben wollten," werden bis zur Un- Heimlichkeit veröden. ״Alle jene Berge aber, die mühsam mit der Hacke umgearbeitet werden, dahin wird die Furcht vor Dorn und Disteln nicht kommen, und dorthin wird man das Rind zur Weiche schicken, dvrt das Schaf fröhlich treten." Denn einen Umschwung, nicht eine Vernichtung bereitet Gott durch die assyrische Eroberungsmacht in Juda vor. Und wie die verkündete Eroberungsfluth an den Namen eines eben geboren werdenden Kindes des Propheten geknüpft ward, so ward der Träger dieses Umschwungs gleichfalls ein Kind und zwar — wie es scheint — der. eigene Sohn des Achas, der ihm gerade in der Zeit geboren ward, als er vor Aram's und Samarien's Königen wie ein Espenlaub zitterte, aber den König des Weltalls, den König aller Könige nicht fürchtete und ihm kein Vertrauen schenkte. ״Höret doch Haus Davids," sprach er zu Achas fürstlichem Hause, ״ist's euch zu geringe der Menschen Wirken zu vereiteln, daß ihr auch Gottes Werk vereiteln wollt? Darum gicbt Gott euch ein Wahrzeichen. Sieh, dies junge Weib ist schwanger und gebiert einen Sohn und du, sprach er zur Mutter, wirst ihn Jmmanu el nennen. Von Rahm und Honig wird er sich nähren, sobald er Böses zu meiden und Gutes zu wählen versteht. Denn bevor der Knabe Böses meiden und Gutes zu wählen versteht, wird der Boden (Aram und Samarien), vor dessen beiden Königen dir graut, von seinen Bewohnern verlassen sein. Ueber dich aber, über dein Volk und über deines Vaters Haus bringt Gott Tage, wie sie noch nimmer erlebt worden seitdem sich Ephraim von Juda getrennt, den König von Assur." ״Weil", heißt es später, ״dieses Volk die leis und langsam gehenden Wasser Schilya's verachtet und ihre Freude an einem Rezin und Sohn Remaljahus (den Königen von Aram und Samarieu) gehabt,