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Jeschurun · 1863-04-01 · Heft 7 (April 1863) · p. 300

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 7 (April 1863)
Article
Nissan
Date
1863-04-01
Page
300 (sequence 8)
Language
German
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800 Ginleitung zum ZesaiM Zesaiay und seine Welt. an seine Heiligung in Israel geknüpft hat, verlachten sie,*כי מאסו או חורת ד׳ צבאו׳ ואת אמרח קדוש ישראל'נאצי! — Ganz besonders werden aber tm dritten Kap. 13 f. זקני עמו ושריו und — כנות ציון, die Großen und — die Frauen als diejenigen hervorgehoben, die die ersten Träger des Verderbens gewesen und die zuerst von dem Gottesgerichte betroffen worden. Man steht daraus, welche Hoffnungen das Gottes-Werk auf זקני עמו ושריו und auf כנות ציון, auf die durch Geist und Erfahrung oder durch Vermögen voranstehenden Häupter des Volkes, und auf die Frauen seines Volkes gesetzt. Jene sollten die Träger und Leiter des öffentlichen Lebens, diese des Lebens der Familie sein. Beide hatten aber ihre Stellung nur selbstsüchtig begriffen und beuteten ihren Einfluß nur selbstsüchtig aus. Den קני עמו ושריו!, die lehrend und leitend und!naßgebend — (שר selbst ist von שור der Wurzel von משורת) — voranleuchten sollten in den Wege» der Gottes- und Gesetzes-Erkenntniß, der Gerechtigkeit und Heiligung des Lebens, wird geradezu vorgeworfen: 'ואתם בערתם הכרם וגו, statt שומרי הכרס waren sie מבערי הכרם, statt Pfleger des Weinbergs waren sie Abwetdcr des Weinbergs geworden. Nicht Dienst sondern Macht, nicht Pflicht sondern Interesse wareu die leitenden Anschauungen ihrer Stellung, sie vergaßen ganz, daß sie dem Volke und das Volk Gott angehörte und Beide, leitend und gehorchend, nur die von Gott gestellte Aufgabe zu lösen hatten. Sie hielten das Volk um ihretwillen da, betrachteten sich als Zweck und Gipfel der Staatspyramide, blickten darum -mit Verachtung auf das Volk hinab, das zn ihrem zermalmenden Blick gar nicht auf? zuschauen wagte. ״Was maßt ihr euch an", herrscht ihnen das Prophetenwort zu, ״mein Volk zu drücken und der Armen Angesicht zu zermalmen, spricht mein Herr 'ד׳ צבאו?!" Indem aber so Fürst und Große ihr Werk und nicht Gottes Werk betrieben, hatten sie auch allen Halt in Gott verloren, fühlten sie es, daß sie auch ihre Macht und ihre Herrschaft nur auf eigene Faust zu erhalten und zu wahren hätten, und wurden darum in alle schmähliche Combinationen einer Macht vertheidigenden und Wacht anstrebenden Politik nach außen, und in alle Willkür einer Sittlichkeit und Rechtsbewußtsein untergrabenden Politik nach innen hineingerissen. Ihr Herz zittert und bebt, Kap. 7,2 wie der schwanke

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