Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 6 (März 1863)
- Article
- Adar
- Date
- 1863-03-01
- Page
- 249 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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־VI. Die jüdische Sffiett. b. Israeli Wirklichkeit. 249 Wahrung bringende Zukunft, nur um die Erfüllung seiner Pflicht bekümmert ist, zwischen Himmel und Erde nichts will als Gott dienen, seinen Willen erfüllen, in welcher Lage, mit welcher Lebensstcllung cs immer Sein Wille gebeut, — der reich ist, überreich und beglückt, wenn es ihm gelungen ist Gottes Wort zu vollbringen, der sich arm, mitten in der Fülle arm und zerknickt fühlt, wenn, auf der Wage des Gottes-Worts gewogen, sein Leben zu leicht befnnden würde, — dieser freie, freudige, beglückende Gehorsam, er ist das Einzige, was Gott als Blüthe feiner Waltungcn und Offenbarungen von den Mensche» erwartet, er ist auch der einzige Maßstab für das Schaffen und Thun der Menschen zwischen Himmel und Erde. Dieser, nur für die Erfüllung des gotllichen Wortes ״sorgende", nur ihn anstrebende freie Gehorsam baut auch ״Städte und Tempel", sucht auch Besitz und Genuß und die Stunden des Tempelgottesdienstes; denn es hat ja eben dieses Gottes-Wort gesprachen, לא תהו בראה, ומלאו את הארץ וכבשוה, לא אמרתי לזרע יעקב תהו בקשוני, hat ja auch gesprochen ועשו לי מקרש ושכנתי בתוככן, und auch Besitzerwerb, Genussesfreude und Tempelandacht liegen ja mit in Erfüllung seines Worts. Allein Besitz und Genuß sind nicht die Ziele seines Lebens; er baut auch nicht Tempel und bringt Gott dort den Zoll seiner Anerkennung um damit nur die Furcht vor seiner störenden Macht zu beschwichtigen, ja sich damit seines Beistandes in der Jagd nach Besitz und Genuß zu sichern; sondern um mit jenen Mittel und Kraft und mit diesem Geist und Willen zur Erfüllung des göttlichen Wortes im Leben zu gewinnen. An diesem Maßstab gemessen sieht das Prophetenwort Met Gruppen. Die Einen lassen ihre ganze Gotteshuldigung in das Tempelleben aufgehen, und cs ist im tiefem Grunde nur die Furcht, מגורחם, dje sie zu Tempelopfern treibt. Sie fühlen sich, ja, sie wissen sich mit דרכיהם אשר בהרו, mit den Lebens-Wegen und Richtungen, die sie — nicht nach dem Gotteswort — sondern nach eigner Wahl eingeschlagen und mit שקוציהם, mit den der reinen, wahren jüdischen Mciischen-Natnr und Bestimmung widerstrebenden Idolen, an denen hre Seele hängt, im Widerspruch mit dem göttlichen Willen; sie fühlen und wissen sich mit ihrem ganzen Leben rnit Gott und seincyl Worte zerfallen und fürchten darum den göttlichen llinwillen für A