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Jeschurun · 1863-03-01 · Heft 6 (März 1863) · p. 248

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 6 (März 1863)
Article
Adar
Date
1863-03-01
Page
248 (sequence 4)
Language
German
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Einlektüng'zum ZesaiM Zesatas und scine Welt. lirt, sonderst im Zusammenhang mit Himmel und Erde, Gottes Waltungen mit Israel nur als einen Theil seiner Waltungen über Himmel und Erde, ja als Werkzeug für das Ziel der universellsten Gotteswaltungen, als Kind und Diener des Herrn und Meisters des Universums begriffen werden wollte; — wie sofort bei der Bernfung des Jesaias er in den Anblick Gottes auf seinem Weltenthron hingerufen würde, um von dem Gedanken der Himmel und Erde ausfüllenden Weltherrschaft Gottes und des hingcbendsten Gehorsams aller Wesen und Kräfte in dem Dienste dieser Weltherrschaft, den Maßstab zum Verständniß der Bestimmung Israels und seiner HeiligthüMer und zur Würdigung seiner Erfüllung derselben und mit denselben finden zu lassen: so tritt sein resümirendes letztes Wort mit demselben Gedanken in die Mitte der Erscheinung aller Zeiten hinein, um von ihm aus die Orientirung in den Gottesgängen durch Israels und der Menschheit Geschichte zu geben. Nicht in den Tempeln throne ich und wandele ich — so spricht sich dieser Gedanke aus — und nicht dort wird meinem Willen der Huldigungsdienst gezollt; der Himmel ist mein Thron — die ganze außerirdische Welt, durch welche jedes Atom der Erde seine Stelle und Da-Setn (שם) hat, trägt diese Erde nur durch mein Geheiß, mein Wille waltet durch die Himmelswelten; die Erde, die ganze Erde ist der Schemel meiner Füße — jedes irdische Atom strebt zu mir empor und erbietet sich zum Träger, zur Stätte meiner Herrlichkeit (sonst heißt der Tempel vorzugsweise החם רגליו) : und ihr meint im Ernst mir ein Haus, mir einen , begrenzten Raum für meine Ruhe anweisen zu können, meint im Ernst meine Herrschaft und eure Huldigung auf die vier Wände eurer Tempel beschränken zu dürfen? Alles, was Himmel und Erde umfaßt, hat meine Hand gebildet, Alles ist mit seinem Dasein unmittelbares Erzeuguiß meiner Macht, nur Eins ist es, das nicht durch die zwingende Gewalt meines Machtgebotes hergestellt werden soll, Eins, wonach ich erwartend ausschaue und das ist der ״freie Gehorsam des Menschen", das ist der Mensch, der ״ ,עני ונכה רוח וחרר על דבחder wenn er auch arm und gemüthsgedrückt ist, doch nur die eine Sorge kennt, mein Wort zu vollbringen!" Dieser gotthuldtgende Gehorsam, .der, seraphimgleich, unbekümmert ist um die ärmliche oder glänzende Stellung in der Gegenwart, unbekümmert um die Versagung oder Ge-

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