Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1863)
- Article
- Schewat
- Date
- 1863-02-01
- Page
- 215 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Jesaias uno seine Welt. V. 215 Predigt und Choräle Ersatz für תריג Mizwoth sein lassen, daß dann eben der vorgebliche prophetische Ausgangspunkt ihrer Reform von vorn hinein dreifach und siebenfach den Stab der Verwerfung über ihre selbst gefirmelten Häupter bricht — s ״ ,לא אוכל און ועצרהIch ertrag nicht Sündentrotz und Festes- Huldigung!" So lautet der kurze, aber prägnante Spruch der Verurthetlung über Sabbathe und Festfeier der jcsaianischen Zeit. Jede Feier soll עצרה sein, ihr größter Gegensatz ist עצר .און beherrschend zügeln (אצר ,אמר ,אור), somit der hvhern, göttlichen Norm das ganze Leben unterordnen, das soll erster und letzter Zweck jeder Feier sein. שכיתת מלאכה, dieser allgemeinste Grundtypus aller jüdischen Feste, ist nichts als erncuete Unterstellung des ganzen schaffenden Lebens unter das Machtgebot des göttlichen Willens, ist nichts als erneute, tatsächliche Huldigung des göttlichen Gesetzes. Ihr diametralster Gegensatz ist און, die entschiedenste Machtherrlichkeit des eigenen Willens. Wie פנה ,אפן mit indivtdualisirendem א, die um den eigenen Mittelpunkt rotirende Radbewegung ist; wie ebenso אכן die in sich geschlossene für äußere Reize unempfängliche Raumerfüllung bedeutet: so ist און im sittlichen Gebiete die nur um das eigene Ich sich bewegende, von dem eigenen Ich Befehle annehmende Richtung, die jeder Unterordnung unter ein höheres Machtgebot trotzt. און ist ebenso der Mißbrauch der און, der persönlichen Kraft, wie ננול der Mißbrauch der עול, der übergeordneten Stellung, der Obmacht. Ist die Festesfeier eine rechte, eine wahre, so ist sie עצרה, so ist sie in allererster Linie Gesetzeshuldigung, und vor ihr hat aus dem Leben און, der Trotz des Ungehorsams bis auf die letzte Spur zu weichen. Trägt aber das Leben beharrlich den Charakter des און, trotzt das Leben dem göttlichen Gcsetzeswillen, so weicht davor der עצרה-Charakter der Feste, die Festesfeier selbst wird zur blasphemirenden Komödie — לא אוכל און ועצרה, spricht zürnend Gott und weicht aus der feiernden Versammlung — ganz so wie sich Gottes Auge von dem Betenden abwendet wenn seine Hände המית מלאו, der Blutschuld voll sind! Daß hier המית nicht buchstäblich Mord, sondern sociale, Glück und Leben des Nächsten untergrabende Verbrechen bedeutet, ist wohl aus dem Folgenden klar, in welchem als Gegensatz dazu 'למדו היטב דרשו משפט וגו gefordert wird. Vgl. Jes. 59, 3. כי כפיכט