Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1863)
- Article
- Schewat
- Date
- 1863-02-01
- Page
- 204 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Schewat. 204 :unb so, statt als welterlFscndes Mustervolk in immer steigender Gottinnigkett voranzuschreiten, גזורי אחור, waren sie, Gott und ihrer heiligen Bestimmung entfremdet, selber in den Rückschritt mit htueingeriffen — Wir denken diese allgemeinen Züge des jüdischen Verfalls in einzelnen Gruppirungen aus dem Jesatas näher zu vervollständgen. Für jetzt genügt es das allgemeine Bild dieser Zustände, wie sie uns m Exordium des Zesaias darliegen, weiter zu verfolgen. Diese Entfremdung Zudars seiner großen Bestimmung gegenüber konnte?licht ohne die verderblichsten Folgen für dessen Wohl nach. Annen und Außen geblieben sein. Das höchste Wohl, jüdisch als שלום, als harmonischer Einklang und fördernde Zustimmung aller Verhältnisse von Innen nnb Außen zu dem gedeihlichen Ausblühen der Einzelnen und der Gesammtheit, hatte Gott für Israel an die Erfüllung seiner durch das Gesetz gegebenen und geregelten Aufgäbe geknüpft. Mit dem Geiste dieses Gesetzes wich der Genius des physisch geistigen und sittlichen, individuellen, socialen und politischen Friedens vom Volke; denn dieses Gesetz war der Cherubsflügel, aus welchem Gottes Herrlichkeit schützend und segnend unter Israel weilen wollte. Ein Blick auf die socialen und politischen Zustände der jesaianischen Gegenwart zeigte, daß diese schützende und schirmende Gottesherrlichkeit schon im Weichen von Israel begriffen war, und es hätte nicht noch erst größerer und schmerzlicherer Katastrophen bedürfen sollen um das Volk zum Bewußtsein seines Verfalls nnd vor Allem zum. Bewußtsein der Ursachen dieses Verfalles und zur Umkehr zu bringen, ״Warum wollt ihr noch geschlagen werden, warum auf dem Abwege fortfahren", ruft der Prophet, ״alle Häupter sind schon der Krankheit verfallen und alle Herzen siech, von Fußes Ballen bis zum Haupt ist schon nichts Gesundes mehr, Verletzungen und Beulen und schwärende Wunde (טרה —טרה); die Beulen werden nicht ausgedrückt, die Verletzungen nickt verbunden und das Schwareude nicht mit Oel erweicht —" (Die ganze nationale Gesellschaft ist schon krank. Die zur Leitung und Lehre berufenen Häupter selbst können sich nicht mehr der Krankheit erwehren und verlieren die Einsicht und Kraft, und das pulsirende Nationalherz hat die Frische und Freudigkeit eingebüßt. Von Unten bis Oben, alle Schichten hindurch, ist nichts mehr wie es sein sollte; durch gegenseitige Verbrechen Zerklüftungen und Stockungen; durch individuelle Sünden