Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1863)
- Article
- Teweth
- Date
- 1863-01-01
- Page
- 161 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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ZesaiaS und feine Welt. IV. 161 erst unserm Geist und Gemüth gerecht werden. Und wenn עדות diese Wahrheiten uns in stets wtederkchrendem Kreislauf zum Bewußtsein bringen, עבודות aber die Hingebung an diese Wahrheiten uns in mächtig ergreifenden Handlungen begehen lassen sollen, so sind beide Kreise unserer Pflichten nichts als die von Gott bestimmte Nahrung, die wir unserem Geiste und Gemüthe fortwährend reichen sollen, und eine Entziehung dieser Nahrung, eine Uebertretung dieser Pflichten, ist im tiefern Grunde wiederum nichts als eine Ungerechtigkeit, eine Versündigung an Geist und Gemüth, ein Verstoß gegen צדק, gegen das Rechts-Ideal unserer ganzen Lebensbestimmung. Daß eine Uebertretung der חוקים in עריות ,מאכלות אסורות u. s. w. eine Verletzung des ערק in conkretester Weise sei, liegt aus der Hand. Daher ist ״ ,!!ריקder Gerechte", nicht nur der Gerechte des socialen Lebens, sondern der Pflichttreue in allgemeinster, allseitiger Bedeutung, wie z. B. Jecheskeel's Charakterskizze des ״Gerechten" (2, 18) die verschiedensten Lebensbeztehungen umfaßt: ואיש כי יהי׳ צדיק ועשה משפט וצדקה, אל ההרים לא אכל ועיניו לא נשא אל גלולי בית ישראל ואח אשת רעהו לא טמא ואל אשר, נדה לא יקרב, ואיש לא יונה חבלתו חוב ישיב גזלה לא יגזל לחמו לרעביחן ועירם יכסה בגד בנשך לא יחן ותרבית לא יקח מעול ישיב ידו משפט אמת יעשר, בין איש לאיש, בחקתי יהלך ומשפטי שמר לעשות אמת צדיק הוא חיה יחיה נאום ״ •ר׳ א'Wenn Jemand gerecht ist und Mischpat und Zdakah übt, nicht in Hinblick auf die Berge ißt, seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Israels erbebt, seines Nächsten Weib nicht entehrt, einem Nidda-Weib nicht naht, und Keinen kränkt, sein Pfand als Schuld zurückgicbt, an Raub nicht Raub begeht, giebt den Armen sein Brod und deckt den Nackten mit dem Kleid, giebt nicht auf Wucher und nimmt nicht Zins, hält von Unrecht seine Hand zurück, übt wahres Recht zwischen Mensch und Mensch, kurz, wandelt mit Ernst in meinen Gesetzen und achtet aus meine Rechtsordnungen Wahrheit zu vollbringen, der ist gerecht und wird darum durchaus leben; spricht Gott der Herr." Zn dieser Charaktersktzze des ״Gerechten" kommen nicht nur auch solche Pflichterfüllungen vor, die nicht sich im socialen Leben bewegen und die wir zu חוקים zählen, sondern es stehen sowohl in den specicllen Aufzählungen als in der allgemeinne Zusammenfassung חוקים entschieden voran: אל ההרים לא אכל וגי׳ ואל אשה נרה לא יקרב