Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1863)
- Article
- Teweth
- Date
- 1863-01-01
- Page
- 158 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Teweth. vom Baume des ganzen, jüdischen auf Gott gepflanzten Lebens^zu pflücken seien,— wie selbst ihre edelsten und beglückendsten Entladungen ihre wahre Vollendung und ihren wahrhaft beglückenden Charakter nur auf dem Grunde des sich Gott unterordnenden und von Gott ans sich aufbauenden jüdischen Lebens finden, — wie die wahre Gerechtigkeit und die wahre Humanität nur im jüdrscheu Sabbath wurzeln, das hat eben wiederum Jesaias in seiner großen ״Fasten-Predigt" (58 ״) auszusprechen gehabt, "von der wir hier das Ende geben: Vrickst du dem Hungrigen dein Brod, Führst arme Elende in'S Haus, Siehst Einen nackt, bedeckst du ihn Und entziehst dich deinem Fleische nicht: So bricht schon wie der Morgen dein Licht durch Und deine Heilung wachset rasch; Es wandelt deine Gerechtigkeit vor dir her, Die Herrlichkeit Gottes nimmt dich auf. Dann aber erst kannst du rufen und Gott antwortet, Flehen und Gott spricht: hier bin ich, Wenn du auch aus deinem Innern Unfreiheit gebannt, Fingerzeig und gewaltig Wort, Und dem Hungrigen auch dein Gemüth hinauslegst Und auch das darbende Gemüth sättigst, Dann strahlt auch im Dunkel dein Licht, Und deine äußerste Nacht ist wie Mittag, Es leitet Gott dich dann stets Und sättigt in Dürre dein Gemüth Und kräftigt dein Gebein; Du wirst wie ein gesättigter Garten, Und wie ein Wasser-Aussprung, dessen Gewässer nie versiegt; Verjährte Trümmer baut man durch dich auf, Und du erwirbst dir den Nuhm: Lücken-Umzäuner, Wtederhersteller wohnlicher Pfade! Allein erst wenn du mit dem Sabbath zurück hältst deinen Fuß, Dein Streben nicht ansführst an dem mir geheiligten Tage, Den Sabbath Wonne nennst, den Gottes-Heiligen geehrt, Durch Nicht erreichen beiueö Strebenö, selbst nicht im Sprechen ' eines Worts: Erst dann wirft du bei Gott dich wonnig fühlen, Dann erst lasse ich dich die Höhen der Erde ersteigen, Laß' dich das Erbe deines Vaters Jakob genießen, Denn Gottes Mund hat es gesprochen.